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Ortsgemeinderat Reinsfeld behandelt Haushalt, Windstrom und Internet

Kommunalpolitik : Planen, sanieren, investieren

Reinsfeld beschließt Haushalt, will Bürger an Gewinn von Windstrom beteiligen und bringt Internetausbau per Glasfaser auf den Weg.

Noch bevor es um den Haushalt der Ortsgemeinde Reinsfeld geht, ist Ortsbürgermeister Uwe Roßmann eines wichtig: „Letztes Jahr lag der Holzpreis noch bei 40 Euro pro Festmeter. Mittlerweile sind es 120.“ Das gebe für den Haushalt vernünftige Erträge. Klaus Wahlen von der OWL plädiert deshalb, diese Phase mit mehr Einschlag zu nutzen, wer wisse denn, wie lange das anhält. Aber da hat das Forstamt noch ein Wörtchen mitzureden.

Kai Rosar von der Finanzverwaltung der Verbandsgemeinde Hermeskeil erklärt den Haushalt 2021 mit Investitionen von 300 900 Euro. Schwerpunkt sind viele Planungen, wie die Erweiterung des Kindergartengebäudes (24 000 Euro), der  Vorstufenausbau des dritten Bauabschnittes im Baugebiet Flachsheide (45 700 Euro), der Ausbau der Garten- und Schützenstraße (35 000 Euro), die Erschließung des Gewerbe- und Industrieparks (40 000 Euro), die Sanierung des Bürgerhauses (Zuschuss des Landes 25 000 Euro) und die Kulturhalle (60 000 Euro).

Der Flächennutzungsplan für die zehn Hektar des Gewerbe- und Industrieparks liegt bis 16. August bei der Verwaltung im Hermeskeiler Rathaus zur Einsicht aus. Diese Planung wird Anfang September in den Rat kommen. Bei den Reinsfelder Wind­rädern sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, in einem Beteiligungsmodell des Investors ENBW Anteile von 500 bis 10 000 Euro zu erwerben. „Das gibt eine Verzinsung um die drei Prozent“, sagt der Orts­chef. Der Reinsfelder Rat hat Uwe Roßmann die Zustimmung zur Absichtserklärung von Unsere Grüne Glasfaser (UGG) mit seiner Unterschrift erteilt. Das Unternehmen will den Ort mit moderner Glasfasertechnik in die digitale Zukunft katapultieren. „Das kann schon Ende 2022 umgesetzt sein“, verspricht UGG-Manager Marc Pauly.

Verlegt wird in die Bürgersteige und zwar unabhängig davon, wie viele Anlieger später angeschlossen werden wollen. Auch alle öffentlichen Gebäude bekommen die schnelle Glasfaser. Die Anbindung an das neue Gewerbe- und Industriegebiet wird vorbereitet. „Eine Vorvermarktung findet nicht statt“, verspricht Pauly. Die Nachfrage nach Bauland sei bei der attraktiven Reinsfelder Infrastruktur ungebrochen. Aber noch einen weiteren Neubauabschnitt zu erschließen wird vorerst nicht in Angriff genommen. „Wir haben immer noch 90 Baulücken.“ Die Projektidee Baulücken Reinsfeld soll deshalb wiederholt werden.