Ortsgemeinderat Trassem trifft erste Maßnahmen gegen künftige Fluten

Hochwasserschutz : Trassem trifft Vorsorge gegen künftige Fluten

Seit dem 29. April wurde Trassem nach Starkregen vier Mal von Fluten heimgesucht, die sich vom Halstenberg aus ins Dorf ergossen. Jetzt hat der Ortsgemeinderat über die Verbandsgemeinde Saarburg erste Gegenmaßnahmen ausgeschrieben.

Der Zinnbach, ein Gewässer 3. Ordnung, spielt dabei eine wesentliche Rolle. „Es wird eine Stützmauer und eine Hangbefestigung geben“, erklärt dazu Ortsbürgermeister Roland Konter. Die Kosten schätzt der Ortschef auf 160 000 Euro, die von der Verbandsgemeinde getragen werden.

Zurückgestellt wurden der Bau einer Prallwand und einer Mauer, die ein einzelnes Haus schützen sollen. Diese Maßnahmen sind der Gemeinde zu heikel, denn niemand weiß, wohin ankommende Fluten fließen werden und ob sie woanders Schäden anrichten. Auch ist es bisher nicht gelungen, das Gelände im Zuge der Aktion Blau zu pachten.

Konter sieht jedoch eine Chance, den Zinnbach per Renaturierung zu „zähmen“.

Eine weitere Hoffnung besteht in der Prüfung durch das Fachbüro Hömme. Die Experten sollen herausfinden, welche Maßnahmen auf dem Halstenberg-Plateau dazu beitragen könnten, dass Wassermassen  gar nicht erst das Dorf heimsuchen.

„Wir wollen wissen, wo Rückhaltestellen gebaut werden können“, erklärt Konter. Doch auch hier muss mit den Grundeigentümern verhandelt werden, ohne deren Einverständnis „selbstverständlich nichts geht“.