Pädagoginnen sammeln Kraft für ihre Arbeit

Rund 100 pädagogische Fachkräfte, Hauswirtschafts- und Reinigungskräfte sowie Elternvertreter haben an einem spirituellen Nachmittag in Workshops an verschiedenen Standorten in Hermeskeil Kraft für ihre Arbeit in den einzelnen Einrichtungen gesammelt.

Kreative Meditation: Katja Jäger, Petra Scharlott-Troll, Nadine Schiffels, Katja Ludes und Ramona Jost (von links) verzieren ein Schiffsmodell, das symbolisch durch schwierige spirituelle Wasser tragen soll. TV- Foto: Herbert Thormeyer

Hermeskeil. Yoga, kreatives Schaffen, ein Spaziergang, ein Chor und Erlebnispädagogik waren die Themen in den Workshops, mit deren Hilfe Mitarbeiterinnen aus Einrichtungen der KiTa gGmbH Trier Kraft für den Alltag tanken wollten. Über 100 Mitarbeiterinnen trafen sich zu sechs Workshops an verschiedenen Standorten in Hermeskeil, um über die Bibelstelle des Ganges Jesu über das Wasser (Matthäus 14, 22-33) zu meditieren und das Thema aufzuarbeiten.

Ein Gegenpol zum stressigen Alltag



Im Adolph-Kolping-Kindergarten entstand beispielsweise ein mit Bildern verziertes Schiff. Es sollte Sturm, aber auch Ruhe und Gelassenheit symbolisieren, wie Kindergartenleiterin Katja Ludes erklärte.

Die Gesamtleiterin der KiTa gGmbH Trier, Sandra Steffens, hat bereits vor zwei Jahren mit einem solchen Tag die pastorale Zusammenarbeit gefördert und einen Gegenpol zum Stress gesucht: "Die Erzieherinnen und das andere Personal gönnen sich eine Auszeit. Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt, und spirituelle Elemente werden in den Alltag übernommen." Die über 800 Kinder in den elf Einrichtungen treffen jetzt auf entspanntere Erzieherinnen. Spirituelle Elemente eignen sich aber auch durchaus für die Erziehungsarbeit. Die Bibel kann viel lebendiger werden, wenn man sich mit Textstellen aus verschiedenen Blickwinkeln kreativ befasst, so die Erfahrung der Pädagogen.

Entspannung ist derzeit besonders nötig, denn große Veränderungen stehen mit dem Rechtsanspruch von Unter-Dreijährigen auf einen Kindergartenplatz bevor. "Die Fachkräfte befinden sich in stürmischen Zeiten", erklärt Steffens. Eigene Leitsätze zum Qualitätsmanagement müssten erarbeitet werden. Dafür könne viel Selbstvertrauen und auch Transparenz nach außen durch die Einbeziehung der Elternvertreter nicht schaden.

Alle Gruppen gestalteten zum Schluss - auch dank der fernöstlichen Technik des Yoga völlig entspannt - einen Gottesdienst im Johanneshaus.