Patres vom Ende der Welt

Ihr Jubiläum sollte in ihrem Heimatort stattfinden. Gemeinsam mit Pastor Kai-Georg Quirin und dem aus Heddert stammenden Pater Gerhard feierten die beiden Brüder Karlheinz und Hermann-Josef May am Sonntag ihr goldenes Priesterjubiläum in der Pfarrkirche St. Albanus in Schillingen

Schillingen. Die beiden Patres, Karlheinz und Dr. Hermann-Josef May, die ihr goldenes Priesterjubiläum in der Schillinger Pfarrkirche gefeiert haben, verrichten ihre missionarische Arbeit auf der indonesischen Insel Sumba. Für die Feier ihrer goldenen Primiz kamen sie wieder in ihre Heimatgemeinde. Die Feierlichkeit fand in der Pfarrkirche St. Albanus statt und begann mit einem Hochamt. Beigeordneter Jens Anell zeigte sich erfreut darüber, dass die Patres ihre Primiz in der Heimat feiern. "Die Tatsachen, dass aus unserer Pfarrei und Ortsgemeinde zwei Brüder am selben Tag zum Priester geweiht wurden und ein weiterer Bruder vier Jahre später, sind Ereignisse, wie sie eben nicht alle Tage geschehen."
Der dritte Bruder namens Gerhard starb 1988 an den Folgen eines Motorrad-Unfalls. "Wir beide sind stolz darauf, dass wir uns mit unseren Leuten aus der Heimat heute gemeinsam feiern können", sagte Karlheinz May.
Dass sie den Kontakt mit ihren Mitbürgern suchten, bewiesen sie in einem symbolischen Akt. Während der Messe begrüßten sie Kirchenbesucher persönlich mit Handschlag.
Werner Angsten hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Tag vor seiner Pensionierung als Bürgermeister, ebenfalls zu gratulieren.
Der Musikverein Schillingen erwartete die Patres mit rhythmischen Klängen vor der Kirche. Der persönliche Austausch fand im Anschluss im Pfarrheim statt. Auf Initiative von Paul Schmitz aus Schillingen als Autor und Pater Karlheinz May ist ein Buch entstanden mit dem Titel "Die drei Patres und eine Insel am Ende der Welt", zu beziehen über die Ortsgemeinde Schillingen. hm