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Pellingen hat Erfolg mit Vermarktungsmodell

Pellingen hat Erfolg mit Vermarktungsmodell

In Pellingen gibt es einen kleinen Lichtblick für die Vermarktung der unverkauften Bauplätze im Baugebiet Höthkopf/Stückelgrube. In Zusammenarbeit mit einer privaten Immobiliengesellschaft hat die Ortsgemeinde innerhalb eines Monats drei Interessenten gefunden.

Pellingen. (kdj/cmk) Erst kurz vor Schluss der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates in Pellingen rückte Ortsbürgermeister Horst Hoffmann mit einer guten Nachricht heraus. Die noch einen Monat junge Kooperation mit der Trierer Immobiliengesellschaft Müller und Co. KG und dem Architekten Thomas Kunkel hat den ersten Erfolg gebracht.

Verschuldung mit Verkauf von Bauland eindämmen



Für eines der rund 39 unverkauften Grundstücke im Baugebiet Höthkopf/Stückelgrube werde in diesen Tagen ein Vertrag abgeschlossen, sagte Hoffmann. Für zwei weitere lägen vielversprechende Interessenbekundungen vor.

Bei allen Anfragen ist auch der Bau eines schlüsselfertigen Hauses durch den Architekten mit eingeplant.

Schon 2007 war das Baugebiet mit 48 Baugrundstücken für 2,5 Millionen Euro erschlossen worden. Seitdem wurden nur neun Grundstücke verkauft. Darunter leidet der Gemeindehaushalt. Pellingen gilt mit fast drei Millionen Euro Schulden im Kernhaushalt als höchstverschuldete Gemeinde im Kreis Trier-Saarburg.

Um diese Situation zu ändern, hatte der Pellinger Rat Ende Oktober beschlossen, eine private Expertise der Immobiliengesellschaft einzubeziehen, um (vorerst) fünf Grundstücke zu vermarkten (der TV berichtete).

Trotz des ersten Erfolgs mit dem neuen Konzept spiegelt der knappe Investitionsplan für die Jahre 2010 bis 2014 die beschränkte Finanzkraft der Ortsgemeinde wider. Der größte Posten darin ist der geplante verkehrsberuhigte Ausbau der B 268 im Ortsbereich (der TV berichtete).

Für die Verbreiterung und Verschwenkung der Straße sowie für den Bau einer Verkehrsinsel im Bereich des Dorfplatzes sind 475 000 Euro veranschlagt. 60 000 Euro wurden bereits 2010 fällig, die restlichen 415 000 Euro müssen 2011 bezahlt werden.

Der seit Jahren angestrebte Bau einer Lagerhalle beziehungsweise eines Jugendheims steht mit 190 000 Euro im Plan - allerdings erst für das Jahr 2014. Die insgesamt geplanten Ausgaben bis ins Jahr 2014 belaufen sich auf rund 814 000 Euro.

Darunter sind auch noch einige Projekte, in die bereits im Jahr 2010 Geld geflossen ist. Unter anderem hat die Gemeinde 57 000 Euro für die Neugestaltung des Friedhofs ausgegeben (der TV berichtete).