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Pellinger Jugend organisiert sich neu

Pellinger Jugend organisiert sich neu

Pellingen hat wieder eine Jugendgruppe. 21 Jugendliche und Heranwachsende haben mit dem Gründungsbeschluss den Grundstein für die Wiederbelebung der seit langem ruhenden Jugendarbeit gelegt.

Pellingen. Die Pellinger Jugendlichen selbst hatten bei der Zusammenstellung der Wünsche für die Aktion "Lebendige Dörfer" Dorfmoderatorin Beate Stoff ihre Anregungen sinngemäß ins Stammbuch geschrieben: "Mehr für die Jugend tun; Angebote für Kinder und Jugendliche."

Bei der Realisierung haben sich die Mädchen und Jungen von Anfang an selbst eingebracht. Zur ersten Versammlung kamen am 17. Januar 12 Jugendliche, zum zweiten Treffen waren es dann schon 21, die erschienen sind - fast alle bereits in Pellinger Vereinen engagiert.

Noch gibt es statt eines Vorstands selbst gewählte, nach Altersgruppen aufgeschlüsselte Organisationsteams, den Vorstand will man später wählen.

Stoff, die als Dorfmoderatorin nach der Gründung der Gruppe eins ihrer Ziele erreicht hat und "raus aus dem Spiel" ist, half den Jugendlichen bei der Organisation. Dietmar Grundheber, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Konz, hat der neuen Jugendgruppe Pellingen seine Unterstützung zugesagt und bei Ortsbürgermeister Horst Hoffmann eine fachliche Betreuung durch Pädagogikstudenten angeregt. Dafür hätte die Ortsgemeinde je nach den an sie herangetragenen Wünschen einen jährlichen Beitrag zu leisten. Vordringlich jedoch geht es um einen Jugendraum. Erste Fühler sind ausgestreckt, eine "wohlwollende Prüfung" ist bereits zugesagt.

Die jungen Leute haben sich viel vorgenommen und streben eine aktive Teilhabe am Dorfleben an. Sie wollen beispielsweise Film- und Spielabende oder Partys veranstalten, einen Maibaum aufrichten und andere Aktionen zur Brauchtumspflege organisieren. Außerdem soll es je nach Jahreszeit Ausflüge oder Weihnachtsvorbereitungen geben. Geplant ist auch eine Kleidersammlung. Ein erster Termin steht bereits fest: die Müllbeseitigung im Ort am 16. April.

Moderatorin Stoff zeigte sich überrascht über das "handfeste" Ergebnis des Treffens: "So war das eigentlich noch gar nicht geplant."

Erfreut war auch Bürgermeister Hoffmann. Er befand: "Toll, was sich hier abzeichnet. Ich bin froh, dass die Jugendlichen so viel selbstständig und unabhängig organisieren wollen." kdj