Perl ist für Palzem zuständig

TRIER/PALZEM. Landrat Richard Groß hat angeordnet, vor dem Hintergrund der zweijährigen Erfahrungen mit der Rettungswache Perl die konkreten Anfahrtszeiten im Raum Palzem nochmals zu überprüfen mit dem Ziel, gegebenenfalls die Zuordnung zu den Rettungswachen Perl und Saarburg neu zu organisieren.

Anlass dieser Maßnahme ist der TV- Bericht "Banges Warten auf den Notarzt" vom 10. Dezember. Dazu erläutert der Pressesprecher der Kreisververwaltung, Thomas Müller: "Seit November 2001 besteht eine auf Initiative von Landrat Groß zurückgehende Vereinbarung zwischen Kreisverwaltung, Rettungsverband Saar und Leitstelle Trier. Darin ist festgelegt, dass bei Schadensereignissen in Palzem der Rettungswagen im saarländischen Perl zu alarmieren sei."In dem im TV-Bericht angesprochenen Fall wurde der Rettungswagen in Saarburg durch die Leitstelle Trier alarmiert. Denn: Mehrere Anrufer sprachen von einem Unfall im Bereich Wincheringen, Richtung Palzem. Daher fuhr der Rettungswagen auch zunächst den Bahnhof Wincheringen an. Wäre als Unfallort direkt die Helfanter Mühle angegeben worden, hätte der Rettungswagen den Unfallort direkt und somit schneller anfahren können."Weiter erklärt Müller, der Anfahrtsweg von Saarburg zum Unfallort sei um rund sieben Kilometer kürzer als von Perl. Die Alarmierung sei vor dem Hintergrund der eingehenden Meldungen korrekt erfolgt entsprechend der Vereinbarung, die die nördlich von Palzem gelegenen Ortsteile für die Anfahrt eines Rettungswagens aus Perl ausnimmt. Die Anfahrtszeit von Saarburg habe aufgrund des Umweges mehr als 15 Minuten betragen, jedoch nicht wie von Ortsbürgermeister Wagner behauptet "eine halbe Stunde". Laut Einsatzprotokoll habe die Anfahrtszeit nach Eingang des Hilfeersuchens bei genau 22 Minuten, 21 Sekunden gelegen.Abschließend weist Pressesprecher Thomas Müller zurück, die Einschätzung des Palzemer Ortsbürgermeisters Florian Wagner bestätigt zu haben, wonach "die Stationierung eines Rettungswagens in Palzem die optimale Lösung" sei. Vielmehr habe er darauf verwiesen, dass "die Stationierung eines Rettungsfahrzeuges an der Obermosel oder die Errichtung einer eigenen Rettungswache aus Kostengründen nicht realisierbar sind". aheu