Petrus nicht getraut

AACH. (ka) Angesichts der bis dato schon fast obligatorisch-unfreundlichen Witterung zur Aacher Johanniskirmes wurde bereits vermutet, Petrus und sein himmlischer Kollege Johannes seien sich nicht sonderlich grün. Offenbar aber haben sich die beiden wieder vertragen.

"Da lässt sich natürlich ganz anders feiern", frohlockte Ortsbürgermeister Josef Krein. So sahen es auch die Festgäste und strömten in Scharen auf den gemütlichen Kirmesplatz. Ausrichter der achten Auflage des traditionellen Aacher Volksfestes waren die Ortsvereine unter Federführung des Heimatbundes Aach. Dessen Vorsitzender Ralf Kierspel bedankte sich bei den Vereinen und ihren Vorständen für die seit Jahren bestehende, gute Zusammenarbeit. "Nur gemeinsam ist es möglich, ein Fest von dieser Größe zu organisieren", betonte er. Josef Krein begrüßte eine große Zahl Aacher Neubürger. "Ein Fest wie dieses ist die beste Gelegenheit, sich kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen oder aufzufrischen", fand er. Nicht zum ersten Mal Schirmherr der Johanniskirmes, ist Wolfgang Reiland als Fassanstecher ein Routinier. Assistiert vom Ortsbürgermeister, brachte der Schirmherr den Gerstensaft unter dem Beifall der Menge schnell zum Sprudeln. Das dreitägige Festprogramm bot eine bunte Mischung bester Kirmesunterhaltung. Besinnlicher Teil war eine Heilige Messe auf dem Festplatz. Für flotte Musik, gesungen oder geblasen, sorgten der Männergesangverein Aach/Welschbillig, der aus der Pfalz angereiste Musikverein Bruchweiler und der Musikverein Aach. Viel Spaß hatten die Festgäste an zahlreichen Spielen für Jung und Alt sowie an einer Karatedemonstration. In der "Alten Schule" konnten Fußballfans via Fernsehen den deutschen National-Kickern im Spiel gegen Tunesien die Daumen drücken. Das sonst übliche Feuerwerk fiel aus: Die Organisatoren hatten Petrus nicht getraut.