Plan steht für Straßenausbau in Waldweiler: Bagger buddeln bis Ende 2019

Straßenausbau : Plan steht für Straßenausbau in Waldweiler: Bagger buddeln bis Ende 2019

Im Gemeinderat Waldweiler wurden die finalen Pläne für den Ausbau der beiden Kreisstraßen vorgestellt, die durch das Dorf führen. Anwohner bekommen bald noch eine weitere Gelegenheit, dazu Fragen zu stellen.

Große Pläne auf Papier entfaltete Ortsbürgermeister Manfred Rauber in der Sitzung des Gemeinderats, um allen Anwesenden die finale Konzeption für den Ausbau der Kreisstraßen 68 und 72 im Ort vorzustellen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier, akut grippegeschwächt, konnte keinen Vertreter in den Hochwald entsenden. Und so zeigte der Ortschef die Besonderheiten der Planung auf: „Sieben Stellplätze gewinnen wir am Friedhof dazu. Im Rahmen der Dorfmoderation schauen wir uns zuvor aber noch die einsturzgefährdete Friedhofsmauer an.“

Die K 72 wird vom Feuerwehrhaus bis zur B 407 ausgebaut. Sie wird schmaler als bislang. Das schafft Platz für Bäume und anderes Grün. Bürgersteige können 1,5 Meter breit werden. „Verschränkungen im Fahrbahnverlauf werden das Ortsbild verändern und Raser ausbremsen“, kündigte Rauber an.

Die größte Änderung steht an der Brücke über den Burkelsbach bevor. Sie wird für 80 000 Euro komplett ersetzt. Die Buswartehäuschen werden rund 100 Meter in Richtung Ortsrand versetzt. In der Manderner Straße soll der Ausbau starten (siehe kleines Bild rechts), parallel dazu wird die Brücke gebaut.

Bei einer Versammlung zwei bis drei Wochen nach Ostern sollen die etwa 60 Anlieger in der Teufelskopfhalle Gelegenheit bekommen, Fragen an die Planer zu stellen. Jetzt werden die Arbeiten erst einmal ausgeschrieben. Bis zum Eintreffen der Angebote der Baufirmen will Rauber auch keine Angaben über die Kosten machen. Nur so viel: „Die Anliegerbeiträge werden aus Erfahrung früherer Ausbauprojekte grob auf acht bis zwölf Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche geschätzt.“ Gemessen wird dabei bis zu einer Grundstückstiefe von 40 Metern. Der Ortsgemeindeanteil von 50 Prozent ist dabei bereits abgezogen. Anders als bei Ortsstraßen zahlten Gemeinde und Anlieger bei einer Kreisstraße nur die Gehwege und die Straßenbeleuchtung, erklärte Rauber. Letztere wird mit 25 LED-Lampen für 31 000 Euro ebenfalls erneuert. „Es ist wenig sinnvoll, erst die Straße auszubauen und diese für neue Lampen später wieder aufzureißen.“

Diese Skizze zeigt die einzelnen Ausbauabschnitte, die in unterschiedlichen Farben markiert sind. Auch der Brückenneubau ist eingezeichnet. Foto: Herbert Thormeyer

Bis zu zwei Jahre kann der Ausbau dauern, denn auch Abwasserkanäle, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen werden geprüft oder ersetzt. Der Rat billigte die Planung einstimmig.