Plattform mit Blick ins Saartal

Saarburg · Der Aussichtsturm in der Leuker Wild war so morsch, dass er zwischenzeitlich abgerissen wurde. An gleicher Stelle baut die Zimmerei Lorth eine neue Aussichtsplattform. Die Kosten von rund 10 000 Euro übernimmt der Naturpark Saar-Hunsrück.

 Das sind die Überreste des alten Aussichtsturms. TV-Foto: Alexander Schumitz

Das sind die Überreste des alten Aussichtsturms. TV-Foto: Alexander Schumitz

Foto: (h_sab )

Saarburg. Aussichtstürme gibt es in der Verbandsgemeinde Saarburg einige. So hat man etwa vom Hostebergturm im Saarburger Stadtteil Kahren aus einen tollen Blick ins Leukbachtal und über den Saargau. Vom Bismarckturm bei Schoden kann man ins Saartal schauen. Und bis vor kurzem stand am gegenüberliegendem Ufer ein weiterer Aussichtsturm. Vom Leuker Wild aus bot sich ebenfalls eine grandiose Sicht auf die Weinberge entlang der Saar.
"Der Holzturm war nach rund 20 Jahren inzwischen jedoch so marode, dass er aus Sicherheitsgründen vor zwei Jahren gesperrt werden musste", sagt Susanne Rendenbach, Pressesprecherin der Verbandsgemeinde Saarburg. Aus dem gleichen Grund seien seinerzeit die Treppen abmontiert worden. "Der Ort war ein beliebter Treffpunkt. Wir wollten kein Risiko eingehen, dass etwas passiert."
Vor wenigen Tagen wurde der Turm dann komplett abgebaut. An ihn erinnern zurzeit nur noch einige Stahlhalterungen und Holzreste am Boden. Doch lange soll dieser Zustand nicht bestehen bleiben. Einen Auftrag zum Bau einer neuen Aussichtsplattform an gleicher Stelle haben Stadtbürgermeister Jürgen Dixius und seine beiden Beigeordneten kürzlich bereits an die Zimmerei Josef Lorth aus Saarburg erteilt.
"Die Kosten hierfür von knapp 10 000 Euro übernimmt großteils der Naturpark Saar-Hunsrück ", erklärt Dixius den Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt in dessen jüngster Sitzung.
Zu den wesentlichen Aufgaben des über 2000 Quadratkilometer großen Naturparks - das entspricht etwa der zehnfachen Fläche der Verbandsgemeinde Saarburg - zählt der Schutz des Erholungswerts im südwestlichen Hunsrück und Saartal. Dazu zählt auch die Förderung des Baus von touristischer Infrastruktur.
Die neue Aussichtsplattform wird aus Douglasienholz gebaut. Sie ist über eine Treppe erreichbar und schwebt etwa zwei Meter über dem Boden. Geplant ist weiterhin eine Tafel, die dem Besucher darüber informieren soll, was er von der Stelle sieht. Insgesamt stünden 16 000 Euro aus Mitteln des Naturparks zur Verfügung, um etwa im Umfeld des Aussichtspunktes Bänke aufzustellen und den Blick in Richtung Stadt freizuschneiden. 4000 Euro fließen aus städtischen Mitteln in das Projekt.