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Bauausschuss Konz: Platz an der evangelischen Kirche wird billiger

Bauausschuss Konz : Platz an der evangelischen Kirche wird billiger

Der Konzer Bauauschuss hat den Rotstift angesetzt. Nun hängt alles vom Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ab.

Die Planung für die Platzgestaltung an der evangelischen Kirche nach dem Caritas-Neubau und dem Abriss des Pfarrhauses läuft bereits seit 2015. Für den Stadtteil Karthaus soll dieser Platz eine besondere Aufenthaltsqualität bekommen, um sich zu einem attraktiven Treffpunkt zu entwickeln.

Stefan Rosch vom Büro Paulus & Partner aus dem saarländischen Wadern hat dem städtischen Bauausschuss kürzlich die aktuelle Planung vorgestellt. Nach der letzten Sitzung lag die Kostenschätzung noch bei 870 000 Euro, zu viel um nicht die Förderfähigkeit von 80 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz zu gefährden.

Das Konzer Gremium ringt dabei um jeden Baum, die Zahl der Fahrradständer, die Dicke und Oberfläche des Pflasters. „So kommen wir auf ein Einsparpotenzial von zusammen 58 500 Euro“, rechnet Rosch vor.

Doch Bürgermeister Joachim Weber staunt nicht schlecht, wie die Ausschussmitglieder jeden einzelnen Punkt diskutieren und Abstimmungen verlangen. So will beispielsweise Bernd Henter (CDU) die Zahl der Fahrradständer nicht halbieren, auch aus Umweltschutzgründen. Dafür sind fünf, dagegen sechs Ausschussmitglieder.

Einen eigenen Strom- und Wasseranschluss für den Platz wollen drei, sieben nicht, bei zwei Enthaltungen. Für ein zwei Zentimeter dünneres Pflaster, außer in Bereichen, die von Autos befahren werden, befürworten sieben, vier sagen Nein, zwei enthalten sich. Die restlichen Einsparungen, etwa chicke Bodenleuchten, werden einstimmig beschlossen.

Eine weitere Hürde ist jedoch ein Gespräch bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, die Förderanträge im Namen der Kommunen ans Land stellt. Dort wird dann entschieden, ob die Einsparungen reichen und die Investitionssumme von 800 000 Euro in den vorgegebenen Förderrahmen passt.

Studie für die Vorplatzgestaltung in Konz-Karthaus. Foto: Ingenieurbüro Paulus und Partner

Das Planungsbüro Paulus & Partner wird nun mit der sogenannten Ausführungsplanung beauftragt und bereitet schon einmal die Ausschreibung vor, die dann im Januar oder Februar 2020 über die Bühne gehen soll.