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Platz vorerst nicht bespielbar: Konzer Fußballer müssen weiter ausweichen

Platz vorerst nicht bespielbar: Konzer Fußballer müssen weiter ausweichen

Neues Jahr, alte Probleme: Die Sanierung des Kunstrasenplatzes am Konzer Schulzentrum ist immer noch nicht abgeschlossen. Der SV Konz muss deshalb wie in der gesamten Hinrunde auch in der Rückrunde improvisieren.

 Der Kunstrasen liegt, es fehlt aber noch das Granulat und der Quarzsand: Um den Kunstrasenplatz am Konzer Schulzentrum fertigzustellen, muss es längere Zeit trocken sein. TV-Foto: Christian Kremer
Der Kunstrasen liegt, es fehlt aber noch das Granulat und der Quarzsand: Um den Kunstrasenplatz am Konzer Schulzentrum fertigzustellen, muss es längere Zeit trocken sein. TV-Foto: Christian Kremer

Still liegt der neue Kunstrasen auf dem Platz unterhalb der Saar-Mosel-Halle. Seit Anfang Dezember ist dort nicht mehr gearbeitet worden. Fußballvereine dürfen den Platz trotzdem nicht bespielen. Wolfgang Schwarz, zweiter Vorsitzender des SV Konz, geht sogar davon aus, dass die drei Mannschaften des Vereins wegen der derzeitigen Wetterlage erst im März wieder dort trainieren und spielen können. Der Grund: Um denn Quarzsand und das Granulat auf dem Platz aufzubringen, muss es mehrere Tage trocken sein ("Kunstrasen braucht trockene Witterung", TV vom 5. Dezember).

Bauträger des 430.000 Euro teuren Projektes, das eigentlich schon im September abgeschlossen werden sollte, ist der Kreis Trier-Saarburg. Laut Thomas Müller, Pressesprecher der Kreisverwaltung, steht die ausführende Firma ab dem 16. Januar wieder bereit. Sobald die Betriebsferien vorüber seien und die Witterung es zulasse, werde die Firma loslegen, verspricht er.

Zumindest zu Beginn Vorbereitung auf die Rückrunde müssen deshalb alle Mannschaften des SV Konz weiter improvisieren - wie schon in der gesamten Hinrunde. Zum Trainieren weichen die drei Seniorenmannschaften nach Kommlingen aus. Dort haben sie gemeinsame Trainingseinheiten.

Laut Schwarz stehen dann bis zu 60 Spieler gleichzeitig auf dem Platz. In der zweiten Mannschaft gebe es schon Spielerabgänge wegen der miserablen Trainingssituation, beklagt Schwarz. Auch andere Mannschaften, zum Beispiel aus Kommlingen, Wasserliesch, Könen, Filzen-Hamm, Wiltingen und anderen Orten - sind von der Verzögerung am Kunstrasenplatz betroffen. Auch sie müssen zum Beginn der Rückrunde weiterhin improvisieren.

"Es hat sich nichts an unserer Misere geändert", sagt Schwarz. "Wir müssen das hinnehmen und weiterplanen." Eine bessere Planung hätte sich der Konzer auch von der Kreisverwaltung gewünscht. Dort sieht er aber Versäumnisse. Der Kreis hatte die Sanierung des Konzer Platzes gemeinsam mit den Kunstrasenplätzen in Mehring und Tawern ausgeschrieben.

Eine erste Verzögerung gab es wegen unvorhergesehener Arbeiten in Mehring, später folgten Betriebsferien und zusätzliche Arbeiten in Konz. Das Gesamtprojekt zögerte sich so immer weiter hinaus ("Kunstrasen wird noch später fertig", TV vom 12. November).

Schließlich war klar, dass es 2016 nicht mehr abgeschlossen werden konnte. Aus Schwarz' Sicht wäre das vermeidbar gewesen. "Es bleibt die Frage, ob man nicht hätte früher mit dem Platz in Konz anfangen können", sagt er. "Unser Platz war schließlich der älteste der drei Plätze. Da hätte man nach hinten raus viel mehr Zeit einplanen müssen."