Platz vorerst nicht bespielbar

Neues Jahr, alte Probleme: Die Sanierung des Kunstrasenplatzes am Konzer Schulzentrum ist immer noch nicht abgeschlossen. Der SV Konz muss deshalb wie in der gesamten Hinrunde auch in der Rückrunde improvisieren.

Konz. Still liegt der neue Kunstrasen auf dem Platz unterhalb der Saar-Mosel-Halle. Seit Anfang Dezember ist dort nicht mehr gearbeitet worden. Fußballvereine dürfen den Platz trotzdem nicht bespielen. Wolfgang Schwarz, zweiter Vorsitzender des SV Konz, geht sogar davon aus, dass die drei Mannschaften des Vereins wegen der derzeitigen Wetterlage erst im März wieder dort trainieren und spielen können. Der Grund: Um den Quarzsand und das Granulat auf dem Platz aufzubringen, muss es mehrere Tage trocken sein. Bauträger des 430 000 Euro teuren Projektes, das eigentlich schon im September abgeschlossen werden sollte, ist der Kreis Trier-Saarburg. Laut Kreis-Pressesprecher Thomas Müller werde die ausführende Firma nach Ende der Betriebsferien loslegen - sofern das Wetter mitspiele. Zumindest zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde müssen deshalb alle Teams des SV Konz weiter improvisieren - wie schon in der gesamten Hinrunde. Zum Trainieren weichen die drei Seniorenmannschaften nach Kommlingen aus. Dort haben sie gemeinsame Trainingseinheiten. Laut Schwarz stehen dann bis zu 60 Spieler gleichzeitig auf dem Platz. In der zweiten Mannschaft gebe es schon Spielerabgänge wegen der miserablen Trainingssituation. Auch andere Mannschaften, zum Beispiel aus Kommlingen, Wasserliesch, Könen, Filzen-Hamm, Wiltingen - sind von der Verzögerung betroffen und müssen weiterhin improvisieren.
Schwarz sieht Versäumnisse in der Planung. Der Kreis hatte die Sanierung des Konzer Platzes gemeinsam mit den Kunstrasenplätzen in Mehring und Tawern ausgeschrieben. Eine erste Verzögerung gab es wegen unvorhergesehener Arbeiten in Mehring, später folgten Betriebsferien und zusätzliche Arbeiten in Konz. Das Gesamtprojekt zögerte sich so immer weiter hinaus. Aus Schwarz' Sicht wäre das vermeidbar gewesen. "Es bleibt die Frage, ob man nicht hätte früher mit dem Platz in Konz anfangen können", sagt er. "Unserer war schließlich der älteste der drei Plätze. Da hätte man nach hinten raus viel mehr Zeit einplanen müssen." cmk