Plötzlicher Wechsel

HINZERT-PÖLERT. (ax) Neuer "zweiter Mann" in Hinzert-Pölert: Ein halbes Jahr vor den Kommunalwahlen übernahm Mario Leiber die Funktion des ersten Beigeordneten in der Hochwaldgemeinde. Sein Vorgänger Manfred Spurk hatte das Amt aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig niedergelegt.

Auf eine rasante kommunalpolitische Karriere kann Mario Leiber im 280 Einwohner-Ort Hinzert-Pölert zurückblicken. Der heute 40-Jährige hatte zwar bereits 1999 für den Gemeinderat kandidiert, gehört dem Gremium als "Nachrücker" aber erst seit 2001 an. Keine drei Jahr später ist der Familienvater aus Hinzert Beigeordneter der Gemeinde und fungiert damit als Stellvertreter von Ortsbürgermeisterin Mathilde Müller aus Pölert. Der parteilose Fernmeldemechaniker hatte als Leiter einer Projektgruppe maßgeblichen Anteil daran, dass sich Hinzert-Pölert 2002 den ersten Platz beim Kreisentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" sicherte. Leiber hatte damals den Internet-Auftritt des Doppelortes ( www.hinzert-poelert.de) gestaltet. Sein kommunalpolitisches Engagement will Mario Leiber jedoch nicht nur bis zum Wahltermin am 13. Juni befristet wissen. "Ich werde mich bei den Kommunalwahlen auf jeden Fall wieder auf die Liste setzen lassen und für den Gemeinderat kandidieren", kündigt der 40-Jährige an, der 1985 seinen Wohnsitz von Frankfurt nach Hinzert verlegt hat und dort von 1992 bis 1997 Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins war. Als wichtigste Gemeindeprojekte im Jahr 2004 sieht der neue Beigeordnete von Hinzert-Pölert den Bau von zwei Kläranlagen für die beiden Ortsteile an. Als noch bedeutsamer beurteilt er jedoch die Pläne für die Einrichtung von zwei kleineren Baugebieten, wovon eines in Hinzert und eines in Pölert entstehen soll. Persönlich liegt Leiber noch ein weiteres Vorhaben am Herzen. Seit Dezember kämpft er als Vorsitzender eines Fördervereins mit rund 40 Mitgliedern für die Sanierung der St. Johannes-Kapelle in Hinzert. "Wir haben zwar schon mehr als 20 000 Euro durch Spenden gesammelt und rechnen auch mit einer finanziellen Förderung durch das Bistum. Noch fehlen aber rund 40 000 Euro", informiert Leiber über den Stand der "Rettungs-Aktion" für das marode Kirchengebäude.