Poker um Parkplätze

KONZ/WELLEN. (kah) Es wird keinen Vergleich zwischen der Verbandsgemeinde (VG) Konz und dem Wellener Gastwirt Hans Weber geben: Nun bleibt im "Wellener Parkplatzstreit" das Urteil des Verwaltungsgerichts abzuwarten. Der Gastwirt hatte gegen ein von der VG ausgewiesenes Halteverbot vor seiner Gaststätte geklagt.

Nach wie vor bleibt die Frage, ob die Verbandsgemeinde Konz Halteverbotsschilder in der Moselstraße vor einer Wellener Gaststätte aufstellen darf (der TV berichtete), unbeantwortet. Die VG hatte das Halteverbot ausgewiesen, nachdem ein Nachbar des klagenden Gastwirts Hans Weber mit Hilfe von Fotos und Videos nachgewiesen hatte, dass die dort parkenden Autos den Verkehr behindern. Mehrfach seien Linienbusse stecken geblieben, einmal sogar ein Notarztwagen, sagt Edgar Strupp, der die Verbandsgemeinde vor Gericht vertritt. Weber hatte geklagt, weil er seine berufliche Existenz gefährdet sieht. Die Akte ist nach Angaben Strupps mittlerweile 140 Seiten stark. Nach mehreren fruchtlosen Klagen wurde die Angelegenheit zuletzt vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Webers Anwalt René Dupont hatte vorgeschlagen, einen Vergleich anzustreben: Das Halteverbot solle um eine Parkplatzlänge zurückversetzt werden, so dass zumindest ein Auto vor dem Haus parken kann. Zu diesem Vergleich wird es allerdings nicht kommen. Dies hat ein Gespräch zwischen dem Kläger, einem Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes und der Verbandsgemeinde ergeben. "Wir haben die Straße mehrmals vermessen", sagt Strupp. Die Berechnung der Schleppkurve für größere Fahrzeuge habe ergeben, dass Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge auch bei der im Vergleich angestrebten Lösung behindert würden. "Wir müssen nun das Urteil abwarten", sagt Strupp. Es wird nach einem einwöchigen Aufschub noch in dieser Woche erwartet.