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Polizei ermittelt Tatverdächtigen nach Fahrt über Platz in Konz

Kriminalität : Frau und Kleinkind gefährdet: Polizei ermittelt Tatverdächtigen nach Fahrt über Platz in Konz

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen ermittelt, nachdem am Samstag ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit über einen für den Verkehr gesperrten Platz im Zentrum von Konz gefahren sein soll.

Die Polizei hat drei Tage, nachdem ein Auto mit hoher Geschwindigkeit über den verkehrsberuhigten Saar-Mosel-Platz in Konz gefahren ist, einen Tatverdächtigen.

Es handelt sich um einen 24-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Konz. Gegen ihn werde nun wegen des eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt, erklärt Harald Lahr, Leiter der Polizeiinspektion Saarburg. Das Amtsgericht Trier habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen und die Beschlagnahmung des Führerscheins angeordnet.

Laut den Ermittlern besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte am Samstag um 17.10 Uhr mit dem Wagen aus der Goethestraße kommend auf den Saar-Mosel- Platz in Konz gefahren ist und das Fahrzeug dort weiter beschleunigt hat. „Eine Zeugin, die mit ihrem 21 Monate alten Sohn ein Lebensmittelgeschäft verlassen hatte, bemerkte das mit überhöhter Geschwindigkeit fahrende Fahrzeug und zog Ihren Sohn zur Seite, weil sie befürchtete, dass ihr Kind von dem Fahrzeug erfasst wird“, erklärt Lahr weiter.

Der Tatverdächtige hat laut Lahr zugegeben, dass er auf den verkehrsberuhigten Platz gefahren ist. Er bestreite aber, mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren zu sein  und Personen gefährdet zu haben, heißt es bei der Polizei. Die Ermittlungen dauerten noch an. Es müssten noch weitere Zeugen vernommen werden. 

Am Montag hatte die Polizeipressestelle in Trier auf Nachfrage des TV angegeben, dass die Reifen bei der Fahrt über den Platz laut gequietscht hätten. Zudem war die Rede von zwei bis drei weiteren Personen in dem Wagen. Diese könnten nun zu wichtigen Zeugen in dem Verfahren werden.

Gerade im Kontext mit der Amokfahrt in Trier, bei der am 1. Dezember fünf Menschen getötet und 24 weitere verletzt wurden, ist die Aktion des jungen Mannes, in einen verkehrsberuhigten Bereich hineinzufahren, aus Sicht der Polizei äußerst fragwürdig. PI-Chef Harald Lahr sagt: „Das geht zu diesem Zeitpunkt gar nicht.“