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Polizei warnt vor Bankdaten-Betrug

Polizei warnt vor Bankdaten-Betrug

Mittels Online-Datenklau, dem sogenannten Phishing, haben laut Mitteilung der Polizei Hermeskeil unbekannte Täter in zwei Fällen versucht, an das Geld von Nutzern des Online-Banking zu gelangen. In einem Fall sei ihnen das gelungen.

Die Taten hätten sich am 19. Mai und am 9. Juni ereignet, so die Polizei Hermeskeil weiter. Am 19. Mai sei ein Schaden in Höhe von 2820 Euro enstanden, am 9. Juni sei die Überweisung eines Betrages von 5980 Euro an der Überschreitung des Kontolimits gescheitert. Offensichtlich hätten die Kriminellen den Umstand genutzt, dass zurzeit viele Steuerzahler Überweisungen ihres Finanzamtes erwarten. Das zuvor auf dem Rechner der potenziellen Opfer installierte Schadprogramm täusche bei Nutzung des Online-Banking vor, es sei zu einer Fehlüberweisung des Finanzamtes gekommen. Der vermeintlich gutgeschriebene Betrag werde dem Betrugsopfer im Saldo angezeigt, weshalb eine Rücküberweisung unproblematisch erscheine. Tatsächlich reduzierten die Betrogenen aber ihr Guthaben. Das Geld werde auf Konten von Geldwäschern überwiesen und von dort weitergeleitet. Als Auftraggeber werde "Finanzamt" und als Verwendungszweck "Steuererstattung 2015" angezeigt. Entsprechende Sachverhalte sollten unverzüglich der Polizei und der kontoführenden Bank angezeigt werden, rät die Polizei Hermeskeil. red