Polnischer Pfannkuchen verbindet

GREIMERATH. (hm) Seit Beginn des Jahres hat Deutschland für ein halbes Jahr den Vorsitz im Europarat. Bei derzeit 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird sich dieses Ereignis frühestens in 13 Jahren wiederholen. Deshalb wurde am 22. Januar in allen Schulen der "Europatag" gefeiert. Der Trierische Volksfreund war in der Grundschule in Greimerath mit dabei.

Das Ministerium für Bildung, Wirtschaft, Jugend und Kultur hatte alle Schulen zu einem "Europatag" aufgefordert. Ziel dieses Tages sollte es sein, den Schülern Europa näher zu bringen. In der Grundschule Greimerath wurden sofort Vorbereitungen getroffen. Das frei zu wählende Thema war schnell gefunden. "Auf Vorschlag unserer Schulelternsprecherin Anita Marx wird in unserer Schule europäisch gekocht", vermeldete Schulleiter Franz Meiers. Und so wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt, Eltern und Lehrer mit eingespannt, und dann konnte es losgehen. Das kulinarische Herz der Schüler schlug für die europäischen Länder Polen, Italien, Frankreich und Belgien. In vier verschiedenen Klassenräumen wurden Herdplatten aufgestellt und angeheizt. So gab es polnische Razuchy (Apfelpfannkuchen), italienische Pizza, französische Baguettes au Fromage (Käsebaguettes), Croissants und Brüsseler Waffeln. Schüler lernen europäische Länder kennen

Bereits in der Vorbereitung auf den Tag war der Unterricht auf dieses Ereignis ausgerichtet worden. Schließlich sollten die Schüler auch etwas über die Länder erfahren, die sie sich ausgesucht hatten. Und so stand der Unterricht eine Woche lang ganz im Zeichen Europas. Mit welchem Geld bezahlt man heute, und wie war das früher? "Wir haben gebastelt, wir haben uns unterhalten, wir haben Lieder eingeübt und uns auch mit den Sprachen der vier europäischen Länder befasst", sagt Meiers. "Aber den größten Spaß werden die Kinder beim Kochen haben." Und so kam es dann auch. Was die Kleinen außer dem Kochen der Spezialitäten gelernt hatten, zeigten sie während der Feierlichkeiten. Die französische Gruppe, betreut von Regine Göbel, zählte laut von eins bis zwanzig, natürlich in der Landessprache und sang zwei Lieder: "Le coq est mort" und "Frère Jacques". Ähnliches tat auch die polnische Gruppe. Die restlichen Gruppen malten und werkelten, und alle Kinder waren unter ihren übergroßen Kochmützen lustig anzusehen. Was die Schüler gemeinsam gekocht hatten, aßen sie auch gemeinsam und hatten ihren Spaß bis zum Abschluss der Veranstaltung, die sie mit einer Polonaise durch die Klassenräume beendeten.