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Possierliches aus mancher Herren Länder

Possierliches aus mancher Herren Länder

Eine ungewöhnliche Kulisse bot sich dem Besucher der Teufelskopfhalle anlässlich der 12. Landesschau der Meerschweinchen-Freunde Rheinland-Pfalz und des Saarlandes. 159 Meerschweinchen, ausgestellt von 14 Züchtern aus der gesamten Bundesrepublik, boten in ihren Käfigen einen imposanten Anblick.

Waldweiler. Die 9. Landesschau der Meerschweinchenfreunde Rheinland-Pfalz und des Saarlandes fand in diesem Jahr zum dritten Mal in Waldweiler statt.

Vor 8 Jahren wurde der Landesverband Rheinland Pfalz/Saarland e.V. gegründet, der sich mit den beliebten Haustieren beschäftigt. Aber nicht immer werde die Beschäftigung mit den Meerschweinchen ernst genommen, klagen die Züchter. Allerdings war die Ausstellung in der Teufelskopfhalle in Waldweiler dazu angetan, Skeptiker eines anderen zu belehren.

Prämierungen und Streichelzoo



"Der Besuch und das Interesse an den ausgestellten Meerschweinchen ist höher als wir dies erwartet hatten", schwärmte Karlheinz Müller, Präsident der Meerschweinchen-Freunde Deutschlands.

Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen hat er die Ausstellung nach 2001 und 2004 erneut nach Waldweiler geholt. Aussteller aus Luxemburg, den Niederlanden, Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stellten rund 159 der possierlichen Tiere aus und erhofften sich eine gute Bewertung.

Am ersten Tag fanden die Prämierungen statt, der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Besucher und insbesondere der Kleinen, die sich auf ein Streicheln der Tiere freuen durften. Doch es wurde auch viel Wissenswertes über die kleinen Nager bekannt, die normalerweise 800 bis 1500 Gramm schwer werden.

Die Rasse "Cuy", so ist von Müller zu erfahren, kann sogar bis zu 4 Kilogramm schwer werden. Italienische Wissenschaftler haben durch genetische Untersuchungen herausgefunden, dass die Meerschweinchen nur mit Nagern aus Südamerika, nicht aber mit anderen Nagetieren der Welt verwand sind. In Südamerika aber werden sie bereits seit 3000 Jahren als Haustiere gehalten. Sie dienen dort als Spieltier, Fleischlieferant und Kultobjekt.

Bei einer Massenvermehrung gehe es nicht um das Zoogeschäft oder das Tierheim, sondern um eine gezielte Rassezucht, die nach einem Rassestandard erfolgt.