Primeln für einen bunten Garten

Messdiener verkaufen Frühlingsblumen. Nächste Aktion am 11. März in Fisch.

Taben-Rodt/Fisch/Irsch/Freudenburg/Schoden/Kastel-Staadt (doth) Eine Tradition wird immer stärker: Messdiener gehen durch die Dörfer und bieten an der Haustür Primeln an. Die kleinen Topfblumen können sich nach Schneeglöckchen und Krokussen als eine der ersten Frühlingsboten einreihen.
In Taben-Rodt sind die Messdiener erst zum zweiten Mal dabei. Küsterin Christine Rörsch freut sich über das Engagement der Kinder und Jugendlichen, die in acht Gruppen unterwegs waren: "Die wollten die Blumen verkaufen, damit etwas in die Messdienerkasse kommt." Tristan Rörsch (12) ist seit drei Jahren Messdiener und ist gespannt: "Ich freue mich auf die Fahrt in den Freizeitpark nach Rust." Pauline Hein (9) hat darin ein klares Ziel: Die Achterbahn.
Ab 14 Jahren kann es auf ganz große Fahrt gehen: zum Papst nach Rom. In den Herbstferien ist es soweit. Auf dem Petersplatz erwarten die jungen Messdiener den Segen des Heiligen Vaters von seinem Balkon aus.
450 Sträußchen, die in den Garten gepflanzt werden können, wurden in Taben-Rodt verkauft. Rund 500 Euro Erlös kamen zusammen.
Weitere Primel-Verkäufe laufen am 11. März in Fisch, am 15. März in Irsch, sowie am 18. März in Freudenburg, Schoden und Kastel-Staadt.
Die Frage des TV nach dem Ursprung dieser Tradition konnte bislang noch niemand schlüssig beantworten. Auch eine Anfrage beim Bistum blieb ohne griffiges Ergebnis. Anders als das Ei und der Palmzweig an Ostern kann der Primel kein religiös-biblischer Hintergrund nachgewiesen werden.
Wer mehr über diese Tradition weiß, kann das der Redaktion per Mail m.maier@volksfreund.de oder unter Telefon (0651) 7199-435 mitteilen.