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Projekte aus der Dorfmoderation in Wasserliesch werden Wirklichkeit

Ortsentwicklung : Bürgerwünsche in Wasserliesch werden umgesetzt

In Wasserliesch soll 2021 einiges angepackt werden. Unter anderem sollen eine neue Spiel- und Freizeitfläche sowie die Umgestaltung des Marktplatzes Wirklichkeit werden. Auch eine größere Kita-Küche steht auf der Agenda.

Ideen aus der Bevölkerung für die Bevölkerung entwickeln, das ist das Ziel von Dorfmoderationen. In Wasserliesch werden solche Ideen auf dem Marktplatz und mit einer Spiel- und Freizeitfläche am Sportplatz umgesetzt.

Die auffälligste Veränderung wird wohl das Verschwinden des Brunnens auf dem Marktplatz bringen. „Das Wasser kommt zwar aus einer Quelle und kostet uns nichts, der Brunnen ist aber undicht und produziert nur Pfützen. Das ist nicht zu reparieren“, begründet das Ortsbürgermeister Thomas Thelen. Der Platz soll besser und flexibler nutzbar werden. „Im Sommer werden wohl die Kinder mit den geplanten Wasserfontänen ihren Spaß haben“, sagt der Ortschef voraus.

Ob für die kleinen Mitbürger hier noch ein Spielplatz entstehen kann, hängt davon ab, ob am Rande des Platzes nach römischen Funden gegraben wird. Das müsse man abwarten, sagt Thelen. Wann allerdings mit dem Abriss des Brunnen und der Gestaltung des Platzes mit Bäumen und Bänken begonnen werden kann, ist noch unklar: „Die Baufirmen haben alle sehr dicke Auftragsbücher.“ Angestrebt wird eine ideale Ergänzung von Markttreff und Dorfplatz.

Viel Spaß für Groß und Klein verspricht sich der Ortschef auch von der geplanten Spiel- und Freizeitfläche am Moselufer in der Nähe des Sportplatzes. Diese Fläche wurde gewählt, selbst wenn die Mosel mal zu Besuch kommt. „Wenn die Wahrscheinlichkeit von Hochwasser nicht einkalkuliert wäre, hätten wir keine Genehmigung bekommen“, erklärt Thelen. Dem benachbarten Sportplatz gehe es dann ja auch nicht anders.

Der Standort sei auch deshalb ideal, weil hier viele Wanderer und Radfahrer vorbeikommen, und der Platz zum Verweilen einlädt. „Und während Papa den Kickern zujubelt, kann Mutti mit den Kindern auf den Platz zum Spielen gehen“, stellt sich Thelen vor.

Zwei Projekte, die kaum Aufschub vertragen, sind die Erneuerung der Decke in der Gymnastikhalle und der Austausch der Küche in der Kindertagesstätte. „Die Halle ist seit einem Jahr für Ballsportarten gesperrt, denn wenn ein Ball gegen die Decke fliegt, könnte sie runterkommen“, beschreibt Thelen das Problem. Die Beleuchtung werde durch LED-Technik ersetzt und spare später Strom. Anfang März soll das behoben werden.

Bis 1. Juli soll es in der Kita eine neue Küche geben. Das neue Kitagesetz verlangt eine bis zu siebenstündige Betreuung der Kinder. „Damit verdoppelt sich die Zahl der Essen, die hier zubereitet werden“, rechnet Thelen vor. Der Umbau geschieht im laufenden Betrieb.

Was dem Ortschef Sorgen bereitet ist natürlich die bremsende Wirkung von Corona: „Ich hoffe, dass Wasserliesch mit all seinen Möglichkeiten bald wieder auflebt und unsere Vereine so schnell wie möglich zu den früheren Aktivitäten und Stärken zurückfinden können.“