Protest auf Rädern und Inline-Skates

Protest auf Rädern und Inline-Skates

Cattenom-Gegner machen im Dreiländereck mobil. Auf den sogenannten Bewegungsnachmittag sollen weitere Aktionen folgen.

Perl. "Mit der heutigen Aktion wollen wir ein weiteres Zeichen gegen den Betrieb des störanfälligen Atomreaktors in unserer Nachbarschaft setzen", sagte Henry Selzer, Sprecher der Internationalen Aktionsgemeinschaft gegen Cattenom (IAC).
Ausgangspunkt der Aktion war für mehrere Hundert Teilnehmer aus allen Teilen der Region neben der Hauptstraße in Sierck und der Moselpromenade Schengen die Europabrücke in Perl. Zum Protest durch Bewegung, sei es zu Fuß, per Fahrrad oder mit Inline-Skates, hatte die IAC am letzten saarländischen Ferientag Familien und Wanderer aufgerufen.
"Dieses Mal sollen uns unsere französischen Nachbarn bei unserem Verlangen nach Abschaltung unterstützen", forderte Selzer. Es dürfe nicht sein, dass Fukushima in Vergessenheit gerate, forderte der IAC-Sprecher. Aus diesem Grund wolle man weitere Aktionen starten. "Wir werden demnächst gemeinsam mit dem Öko-Institut Darmstadt eine Anhörung organisieren", kündigte Selzer an.
Dabei sollten die radioaktiven Einleitungen in die Mosel im Mittelpunkt stehen. "Wir wollen weg von der These des Flugzeugabsturzes, sondern widmen uns in Zukunft den vielen kleinen Störfällen". Darin liege das eigentliche Risiko eines Gaus. "Es wäre hier nicht viel anders als in Fukushima", meinte Selzer. Erste Rückmeldungen französischer Bürgermeister seien Beleg dafür, dass die Arbeit bereits Früchte trage. Selzer: "Wir befinden uns mit unseren französischen und luxemburgischen Freunden in einer gleichberechtigten Diskussion um das Ende des Meilers in Cattenom." owa