Pudel Blacky als Lebensretter

MERTESDORF. Bei einem Wohnhausbrand in Mertesdorf entstand in der Nacht zum Mittwoch schwerer Sachschaden. Zwei Hausbewohner im Alter von 75 und 78 Jahren erlitten leichte Rauchvergiftungen. Doch der aufmerksame Hund des Paares verhinderte Schlimmeres.

"Meine Eltern wurden 0.30 Uhr wach, weil der Hund plötzlich wie wild bellte und jaulte. Dadurch konnten sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen", sagt Peter Bär, der Sohn der betroffenen Hauseigentümer. Als das Paar aus dem schon verqualmten Haus flüchtete, brannten die Gartenmöbel im halb offenen Wintergarten offenbar schon lichterloh. Peter Bär, der in Konz-Niedermennig wohnt, wurde gegen 1 Uhr von Nachbarn seiner Eltern angerufen, woraufhin er nach Mertesdorf eilte. Was ohne den achtjährigen Zwergpudel Blacky geschehen wäre, mag er sich gar nicht ausmalen. Gestern war der Vierbeiner vorübergehend in Bärs Haus in Niedermennig untergebracht, während Herrchen und Frauchen noch zur Beobachtung im Ehranger Krankenhaus lagen. Sie hatten sich bei der Flucht aus dem Haus eine leichte Rauchvergiftung zugezogen. Schon heute dürfen sie das Krankenhaus wieder verlassen. Flammen griffen schon auf Nachbardächer über

Lobende Worte findet Bär auch für das schnelle Eingreifen der örtlichen Feuerwehren: "Wären die nur etwas später gekommen, hätten drei Hausdächer voll in Flammen gestanden." Nachbarn hatten die Brandbekämpfer gegen 0.40 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der an das Haus Bär angebaute Wintergarten bereits in voller Ausdehnung. Außerdem hatten die Flammen schon auf die Küche und das Wohnzimmer des Hauses sowie auf die Dächer zweier Nachbarhäuser übergegriffen. Rund 90 Minuten benötigten die Freiwilligen Feuerwehren aus Mertesdorf, Kasel und Waldrach, um die Brände zu löschen. Die Nachlösch- und Sicherungsarbeiten dauerten bis gegen 3 Uhr. Die Feuerwehren waren mit insgesamt 55 Kräften und zehn Fahrzeugen im Einsatz. Hinzu kamen Rettungskräfte und Polizei. Die genaue Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Nach Angaben der Polizei dürfte er aber bei mehreren zehntausend Euro liegen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Kripo Schweich ermittelt. An einen technischen Defekt als Ursache glaubt Peter Bär jedenfalls nicht: "In dem Wintergarten standen nur Gartenmöbel aus Holz und Kunststoff. Der einzige Stromanschluss dort ist abgeklemmt."