Qualität sichert den Erfolg

Der "Elbling-Probetag 2008" lockte wieder einmal zahlreiche Neugierige und viele Liebhaber der Weinrarität nach Nittel. Im Hotel Mühlengarten kosteten rund 250 Besucher den überwiegend trocken ausgebauten Wein und den Elbling-Winzersekt.

Nittel. (jbo) Neben den interessierten Gästen drängten sich auch zahlreiche Politiker, Saar-Obermosel-Weinkönigin Judith Schmitt mit ihren Prinzessinnen und Weinmajestäten von der Mosel und aus Trier in den Saal, in dem elf Winzer von der Obermosel und der Sauer einen Einblick in die geschmackliche Vielfalt des Elbling-Weins ermöglichten.

In seiner Begrüßungsansprache freute sich Martin Fürst von der Winzervereinigung "Verein der Elblingfreunde" darüber, dass auch die Jungwinzer von der Obermosel mit einem Probierstand vertreten waren. "Die Elbling-Winzer setzen auf Qualität", führte er aus. "Mit dem Erfolg ist der Weinbau auch attraktiv für junge Winzer, Nachwuchssorgen kennen wir im Moment nicht."

Die meisten Weingüter auf dem Elbling-Probetag sind "alte Bekannte", die sich jedes Jahr erneut dem Urteil des Publikums stellen. "Ich probiere auch gern bei den Kollegen", meinte Bernd Frieden vom gleichnamigen Nitteler Weingut. Neu dabei war dieses Jahr Manfred Welter aus Wincheringen: "Ich habe auf Bio-Wirtschaft umgestellt und konzentriere mich erst seit wenigen Jahren auf die Flaschenvermarktung." Als besondere Rarität bot er einen Elbling aus 60 Jahre alten Reben an. Wein aus einer für die Obermosel bislang untypischen Rebsorte präsentierte Thomas Sonntag vom Nitteler Weingut Karl Sonntag. "In diesem Jahr biete ich zum ersten Mal Gewürztraminer an." Der Boden passe sehr gut zu der Rebsorte, und die Klimaveränderung komme der Pflanze zugute, erläuterte der Winzer.