Rabe Socke kam persönlich

Viele Kinder kannten ihn schon: Der kleine Rabe Socke ist die Titelfigur zahlreicher Kinderbücher. Am Mittwoch erschien er zur Freude der Kleinen persönlich in Saarburg.

Saarburg. (rl) Auf Kissen saßen die 15 Kinder im abgedunkelten Raum der Stadtbücherei in Saarburg. Gespannt lauschten sie der Geschichte über den kleinen Raben Socke, der sogar selbst dabei war. Dazu flimmerte ein Bilderbuchkino über die Leinwand. Gudrun Lüdecke ist Leiterin der Stadtbücherei und las den Kindern ab drei Jahren aus dem Buch "Alles Meins! Oder 10 Tricks, wie man alles haben kann" vor. "Wenn mir eine Idee kommt, biete ich eine kleine Veranstaltung an. Es gibt auch Angebote für Erwachsene, doch heute sind die Kleinen an der Reihe", sagte Lüdecke. Zu Beginn der Vorstellung verteilte der kleine Rabe Socke, der sich (überlebensgroß) zu den Kindern gesetzt hatte, Gummibärchen. Dabei ist das Teilen eigentlich gar nicht sein Fall: In der Geschichte klaut Socke alles, was er kriegen kann. Man könnte meinen, er sei kein Rabe, sondern eine Elster. Mit üblen Tricks hintergeht er seine Freunde aus dem Wald, um ihre schönen Spielsachen zu stibitzen.Zwischendurch fragte Lüdecke die Kinder, ob sie sich gemerkt haben, welche Sachen der diebische Rabe schon alle in sein Nest entführt hat. "Die Rollschuhe vom Wildschwein!", schallte es wie im Chor.Im Verlauf der Geschichte begreift der gefiederte Protagonist dann aber, dass er durch sein Verhalten selbst seinen größten Schatz verlieren kann. Seine Freunde aus dem Wald kehren ihm den Rücken. Socke sieht seine Fehler ein und gibt am Ende alles brav zurück.Die anfängliche Scheu, die das eine oder andere Kind beim ersten Erblicken des großen Vogels hatte, war spätestens jetzt verflogen. Die kleinen Teilnehmer hatten sichtlich Spaß und hoffen, dass der Rabe mit nur einer Socke am Fuß noch einmal in die Stadtbücherei kommt.