Radar gegen Raser: Kirf will zu schnelle Autofahrer ausbremsen

Radar gegen Raser: Kirf will zu schnelle Autofahrer ausbremsen

Sollen Geschwindigkeitsmessgeräte gekauft werden, oder darf eine Ortsgemeinde selber blitzen? Diese Frage will Kirf bei der Verbandsgemeinde Saarburg klären lassen, bevor Tempoanzeigegeräte gekauft werden.

Kirf. "Wir haben uns schon mal Tempomessgeräte geliehen und festgestellt, dass Autofahrer teilweise mit über 100 Sachen durch unsere drei Orte rasen", ist der Kirfer Ortsbürgermeister Josef Krug entsetzt. Nach immer stärkeren Bürgerbeschwerden aus Kirf, Beuren und Meurich will die Ortsgemeinde jetzt bei der Verbandsgemeinde anfragen, ob denn auch ein kleiner Ort selbst Blitzer aufstellen darf.
"Bevor wir das nicht wissen, wollen wir keine Tempoanzeigegeräte kaufen", hat Krug die Entscheidung mit seinem Rat in die zweite Aprilhälfte vertagt.
Alle drei Ortsdurchfahrten seien betroffen. "Da hilft auch nicht mehr, dass an Ortseingängen sogenannte Schikanen aufgebaut werden. Da wird einfach drübergefahren", klagt Krug.
Entscheidet sich Kirf für einen Kauf von zwei Geräten, die an den jeweiligen Ortsein- und ausgängen installiert werden, wird das die Ortsgemeinde rund 5000 Euro kosten. Damit wird das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer nicht nur angezeigt, sondern auch aufgezeichnet, allerdings anonym.
Die Daten werden bei der Verbandsgemeinde ausgelesen. Danach kann entschieden werden, ob die Polizei in Kirf, Meurich und Beuren Tempomessungen durchführt. doth

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