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Rätsel um einen gestreiften Acker

Rätsel um einen gestreiften Acker

Seltsame ockerfarbene Spuren auf einem Acker nahe dem Konversionsgelände beunruhigen viele Bürger in Gusenburg. Ortsbürgermeister Josef Barthen erklärt, warum sich niemand Sorgen um die Umwelt machen muss.

Gusenburg. Merkwürdige, ockerfarbene Flächen im Zickzack auf einem Acker in der Nähe des Konversionsgeländes ließ Gusenburger Bürger in den letzten Tagen keine Ruhe. War da ein Umweltdelikt begangen worden? Spaziergänger riefen den Ortschef an.
Als Grünfläche eingesäht



Auf Nachfrage des TV erklärt Ortsbürgermeister Josef Barthen den Hintergrund und die Zusammenhänge. "Die gemeindeeigene Fläche diente einem Pächter zur Grassamenvermehrung und war als Grünfläche eingesäht", beginnt Barthen. Das heißt: Der Pächter nutzte die Fläche zur Heugewinnung. Der Pachtvertrag des Nutzers, eines Nebenerwerbslandwirts, endete zum 31. Dezember 2011. Nachdem dieser erklärt hatte, seine Landwirtschaft nicht weiter betreiben zu wollen, habe der Ortsgemeinderat beschlossen, die Fläche den beiden Haupterwerbslandwirten im Ort weiter zu verpachten.
Die Reaktion des Vorbesitzers: Er spritzte auf Teile der Fläche ein Mittel, das ein starkes Pflanzenwachstum versursacht und dann dafür sorgt, dass die Pflanzen absterben - ein gängiges Mittel, um eine freie Fläche zu bekommen.
"Dieses Verfahren ist in der Landwirtschaft üblich und wird auch von den Genehmigungsbehörden des Kreises als unbedenklich einstuft", erklärt der Ortschef. In der Kreisverwaltung habe man ihm versichert, dass dabei keinerlei Giftstoffe in den Boden gelangen.
Kein Schaden entstanden


Der Ortsgemeinde sei weder ein Umweltschaden, noch ein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Die etwas skurrile Ausbringung des Mittels habe die Bürger halt verunsichert.
Die Fläche werde von den beiden Nachpächtern nun umgepflügt und entsprechend neu eingesäht. doth