Rascheider Laienspielgruppe trainiert die Lachmuskeln

Rascheider Laienspielgruppe trainiert die Lachmuskeln

Die nur alle zwei Jahre spielende Rascheider Theatergruppe hat sich erfolgreich zurückgemeldet. Mit ihrem aktuellen Stück "Onkel Hubbi wird’s schon richten" bescherten sie den 200 Besuchern der ersten von zwei Aufführungen einen lustigen Abend.

Rascheid. "Oh ist das herrlich. Mir tut das Gesicht weh vor lauter Lachen." So oder ähnlich äußerten sich etliche der 200 Besucher im Rascheider Saal Leyendecker. Entsprechend stürmisch applaudierten sie den Laiendarstellern, die ihnen mit "Onkel Hubbi wird's schon richten" diesen Spaß bescherten. Und das nicht nur gegen Ende der dreistündigen Aufführung, sondern auch immer wieder spontan mittendrin.
Dabei hatten die meisten nichts anderes erwartet, als sie sich ihre Karten für den ersten von zwei Terminen sicherten. Denn die Laienspielgruppe der Katholischen Erwachsenenbildung ist als Gaudi-Garant bekannt. Doch nach einjähriger Pause übertrafen sie sich schlichtweg selbst. Die spritzige Komödie schien kaum begonnen zu haben, da war der Spaß auch schon vorbei.
Zumindest auf der Bühne, der guten Stube des cholerischen Bäckers Heinz Dinkelkorn (Joachim Ludwig) und seiner resoluten Ehefrau Wilma (Rosi Schmittberger). Denn das Stück begleitete Besucher auch noch während des Nachhauseweges. Schließlich war es schön, zu erleben, dass es mit Pfiffigkeit allein auch nicht immer klappt. Selbst Gewitzte wie Onkel Hubbi (Gerhard Ludwig) müssen sich schon mal geschlagen geben. Und die neugierigste "Dorftratsch" muss auch mal klein beigeben, wie die heiratswillige Else Wachtel (Marlene Wagner) einsehen musste. Die neun Darsteller verstanden es alle, mit ihren Auftritten zu überzeugen: vom Wachtmeister und dem Sohn des Hauses bis zum Lehrmädchen und von der Steuerprüferin bis zur Buchhaltungsexpertin aus dem Rotlichtmilieu. Die Rollen des von Beate Irmisch geschriebenen Schwanks in drei Akten schienen maßgeschneidert.
Besucherin Barbara Alt hatte ihren Spaß. "Die spielen ja immer schön", freute sie sich, dass sich Ihre Erwartungen wieder mehr als erfüllten: "Das Stück ist sehr gut, und es ist mal was ganz anderes: Man freut sich schon auf den Abend." Für ein Dorf mit knapp 500 Bürgern seien die Aufführungen zudem mit großem Aufwand verbunden. Silke Schmittberger und ihre Schwester Christina aus Trier ließen sich den Besuch schon deshalb nicht entgehen, weil ihre Mutter und mehrere Verwandte mitspielen. "Die geben sich immer unheimlich viel Mühe", wissen daher beide nur zu genau. Und das Stück sei richtig lustig und kurzweilig, lobten sie.
Die Darsteller: Joachim Ludwig und Rosi Schmittberger als Bäcker Heinz und Ehefrau Wilma Dinkelkorn, Gerhard Ludwig als Onkel Hubbi, Marlene Wagner als Else Wachtel, Winfried Ludwig als Wachtmeister Eduard Jägermeister, Lukas Biwer als Bäckerssohn Stefan, Melanie Biwer als Rosina Gierlundi, Geschäftsführerin eines Rotlicht-Etablissements, Marlene Ganz als Steuerprüferin Gierschlund, Anna-Maria Ludwig als Bäckerlehrling Lena. Die Regie-Damen: Manuela Welter und Viktoria Ludwig.
Mit ein wenig Glück ist eine Karte für die zweite Vorstellung am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, 20 Uhr, zu ergattern: Telefon 06586/1367 oder 613. Mit dem Erlös unterstützt die Theatergruppe ein Uganda-Projekt der Missionsgruppe Helping Hands des Hermeskeiler Franziskanerklosters. urs