Rat ebnet den Weg zum neuen Sportplatz

Rat ebnet den Weg zum neuen Sportplatz

Die Pläne für den neuen Temmelser Sportplatz liegen bald in der Konzer Verbandsgemeindeverwaltung zum Einsehen aus. Der Gemeinderat hat die Offenlage beschlossen. Wie viele Sonntagsspiele stattfinden dürfen, ist noch nicht klar.

Temmels. Der Temmelser Gemeinderat hat mehrheitlich den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem neuen Sportplatz gemacht. Am Mittwochabend stimmte das Gremium mehrheitlich für den Bebauungsplan, der den Bau eines Rasenplatzes zwischen dem Ortsrand, dem Temmelser Schloss und dem Moselweg ermöglicht. Das Dokument wird bald in der Verbandsgemeindeverwaltung Konz ausgelegt, so dass es dort jeder Interessierte einsehen und seine Bedenken äußern kann. Die Norma Stiftung & Co. KG. finanziert den Platz im Tausch gegen das Gelände des alten Platzes an der B 419, wo das Unternehmen einen Supermarkt bauen will. Der Fußballplatz ist laut Bebauungsplan 58 mal 98 Meter groß. Am Mittwoch beschäftigte sich der Rat zum zweiten Mal mit den Stellungnahmen von Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange zu dem Projekt. Mitte Januar hatte der Rat einen Beschluss zunächst vertagt. Der Sportplatz musste noch leicht verschoben werden. Sorgen bereitete dem Gremium auch ein Gutachten, das strenge Lärmauflagen forderte und der Spielgemeinschaft Obermosel nur ein Sonntagsspiel erlaubte. Diesbezüglich ist noch keine endgültige Lösung gefunden worden. "Das letzte Wort bei den Sonntagsspielen ist noch nicht gesprochen", sagt Ortsbürgermeister Herbert Schneider. Die Gemeinde werde alle möglichen Schallschutzmaßnahmen ergreifen. Der Bau eines Lärmschutzwalles sei aber untersagt, und die Bepflanzung am Rand des Bereiches unterliege massiven Vorgaben, weil es sich um einen Überschwemmungsraum handele.
"Ich wäre froh, wenn im gegenüberliegenden Hafen von Mertert die gleichen Schallschutzauflagen angewendet würden", setzt der Ortschef mit Blick auf Luxemburg hinzu. "Die aktuellen Lärmimmissionen sind bereits höher als die zu erwartenden von unserem Sportplatz." Würden alle Projekte gleichbehandelt, dürfe die geplante Erweiterung des Tanklagers - mit Blick auf die Auflagen für den Sportplatz - keine Betriebserlaubnis erhalten, bekräftigt er seine Kritik an dem luxemburgischen Projekt (der TV berichtete). cmk

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