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Rat klärt Friedhofs- und Forstfragen

Rat klärt Friedhofs- und Forstfragen

Forst, Friedhof und vier neue Grundstücke für Hausbauer: Der Ortsgemeinderat Geisfeld hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit etlichen, für die Entwicklung des Dorfes wichtigen Themen beschäftigt.

Geisfeld. Der Blick auf die Situation des Ortskerns steht in Geisfeld weiterhin im Vordergrund. Daran ändern auch die anstelle von Gärten geplanten vier Baugrundstücke in der Straße Im Reisberg nichts. Dass sie beständig den Ortsgemeinderat beschäftigen, ist einer notwendigen Straßensanierung geschuldet. Entlang der abschüssigen Gärten brechen Fahrbahnrand und Bordsteine ab.
Um das dauerhaft reparieren zu können, müsste die Gemeinde angrenzendes Gartenland kau fen. Deshalb bietet es sich für die Kommune an, dort Bauland zu erschließen. In der jüngsten Ratssitzung wurde das Vorhaben mit vier weiteren Beschlüssen vorangebracht. Die Pläne werden demnächst öffentlich ausgelegt.
Biologisch abbaubare Urnen


Von Interesse für die Bürger ist zudem die Entscheidung, ab 2014 nur noch biologisch abbaubare Urnen auf dem Friedhof zuzulassen. Herkömmliche müssten nach Ablauf der Ruhezeit von 15 Jahren in einem eigens zu schaffenden "Entsorgungsfeld" quasi erneut beigesetzt werden. Auf dem Friedhof in Hermeskeil gibt es bereits ein solches Feld. Der Geisfelder Rat kann sich mit einer solchen Lösung aber nicht anfreunden. Die Urnen enthielten ja die Asche der Verstorbenen, begründet Ortsbürgermeister Theo Palm die Entscheidung.
Wie mit den bisher in Geisfeld beigesetzten Urnen (knapp zehn binnen fünf Jahren) in spätestens 15 Jahren zu verfahren ist, muss noch geklärt werden.
Rein wirtschaftliche Überlegungen stecken hinter der Gebührenerhöhung für die Bürgerhaus-Nutzung. Da eine Reinigungskraft eingestellt wurde, die dort nach privaten Feiern putzen wird, steigt die Miete von Saal, Küche und Kühlung von 100 auf 150 Euro.
Pachtvertrag mit Sportverein


Mit dem bis 2043 verlängerten Pachtvertrag mit dem Sportverein will Geisfeld sicherstellen, dass Zuschüsse fließen. Der Verein will rund 70 000 Euro für den insgesamt 220 000 Euro teuren neuen Hybridrasenplatz investieren. Die Arbeiten wären laut Palm beinahe noch vor dem Winter abgeschlossen gewesen, was nun "im zeitigen Frühjahr" der Fall sein soll.
Erfreulich für die Gemeinde ist das dicke Plus aus dem Gemeindewald. Mit voraussichtlich knapp 100 000 Euro Überschuss übertrifft das Betriebsergebnis 2013 alle Erwartungen.
100 000 Euro Gewinn im Wald


Zu danken ist das einerseits den aktuell hohen Holzpreisen und andererseits den günstigen Preisen, die bei der Holzernte, also beim Fällen der Bäume, verlangt werden. Für 2014 geht die Planung aber dennoch von bescheidenen 25 000 Euro Überschuss aus. Dem Konzept zur Einrichtung eines Nationalparks und der Entwicklung Region stimmte der Rat mehrheitlich zu. Da die gesamte Verbandsgemeinde als Förderregion gelte, könnte auch Geisfeld profitieren, erläutert Palm.
Im Rahmen der Sitzung wurde der frühere Wehrführer Manfred Molitor als Ratsmitglied verabschiedet. urs