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Regenbogenfahrt 2022: Triker-Tour von Temmels durch die Region Trier

Regenbogenfahrt ab Temmels : Mitfahren auf einem Trike – für einen guten Zweck

Fast 40 Trikes, weitere Motorräder und Begleitfahrzeuge fahren am Samstag, 2. Juli, zur Unterstützung der Lebenshilfe durch mehrere Orte an Obermosel und Saar. Was hinter der Temmelser Regenbogenfahrt steckt, erklärt der Organisator im Interview.

Vor der Corona-Pandemie hat sich die Regenbogenfahrt in Temmels zu einer immer größeren Spendenveranstaltung für die Lebenshilfevereinigungen in Trier und Konz entwickelt. Am Samstag, 2. Juli, rollen erstmals seit 2019 Trikes durch die Region, auf denen neben den Fahrern Menschen mit Behinderungen sitzen. Der Temmelser Ortsbürgermeister und Mitorganisator der Veranstaltung, Herbert Schneider, erzählt im Interview, was geplant ist.

Zwei Jahre Pause und nun gibt es wieder eine Regenbogenfahrt in Temmels. Welche Neuerungen haben Sie geplant?

Herbert Schneider: Entgegen den bisherigen Fahrten verlegen wir den Veranstaltungsort vom Dorfplatz auf den Sportplatz. Die Veranstaltung ist von Mal zu Mal gewachsen, inzwischen wird es in der Dorfmitte doch recht eng.

Wie viele Trike-Fahrer kommen dieses Jahr? Sind das mehr oder weniger als in den Vorjahren?

Schneider: Jetzt sind 38 Trikes und Gespanne dabei. Wir haben einen kontinuierlichen Zuwachs an Teilnehmern zu verbuchen. Mit dabei sind Fahrer aus Luxemburg, Belgien und Frankreich.

Wer steckt überhaupt hinter der Veranstaltung?

Schneider: Die ganze Veranstaltung beruht auf dem Vorbild der Sonnenfahrt in St. Vith, Belgien. Dort sind wir von unserem Trike-Team Temmels mitgefahren. Da meine Nachbarin von der Lebenshilfe in Konz betreut wird, habe ich sie mal auf meinem Trike für eine Runde mitgenommen. Das hat ihr so gut gefallen, und dann habe ich eine erste kleine Ausfahrt mit zehn Trikes und Freunden und Freundinnen meiner Nachbarin organisiert. Das war der Anfang.

Was erwartet die Menschen am Samstag?

Schneider: Wir treffen uns ab 10 Uhr am Sportplatz zu einem gemeinsamen Frühstück für alle mit belegten Brötchen und Kaffee. Die Mitfahrer und Mitfahrerinnen suchen sich ein Fahrzeug aus, und dann startet der ganze Tross um 11 Uhr unter Polizeibegleitung. Neben Polizei und Trikes sind rund 20 Motorradfahrer als Begleit- und Absperrteam dabei. Am Schluss des Konvois fahren dann noch die Begleiter der Lebenshilfe mit. Nach der Rückkehr, so gegen 13.30 Uhr, ist auf dem Sportplatz dann für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Bevor die Livemusik gegen 16 Uhr an den Start geht, werden noch die Urkunden an die Mitfahrenden verteilt. Für einige ist das dann schon die achte Fahrt!

Welche Strecke fahren die Triker denn? Und wo kann man sie am Straßenrand beobachten?

Schneider: Der erste Teil der Strecke geht von Temmels über Konz, Pellingen, Steinbachweiher, Baldringen, Vierherrenborn, Irsch, Serrig, Taben-Rodt, Kollesleuken bis nach Merzkirchen. Dort legen wir eine kleine Pause ein und dann geht’s gegen 13 Uhr auf die Heimfahrt. Merzkirchen, Kelsen, Portz, Trassem, Kahren, Onsdorf, Tawern und dann zurück zum Sportplatz.

Wer profitiert von der Fahrt, und wie viel an Spenden konnten Sie bis heute sammeln?

Schneider: Für unsere Mitfahrer und Mitfahrerinnen ist die gesamte Veranstaltung kostenlos, Essen und Getränke sind frei. Der Erlös aus der Veranstaltung geht zweckgebunden zu gleichen Teilen an die Lebenshilfe Trier und Konz zur Freizeitgestaltung der Mitfahrenden. Mit der Größe der Veranstaltung ist auch der Erlös kontinuierlich gestiegen. Im letzten Jahr vor Corona konnten wir 3400 Euro überreichen. Aber die Spende ist nicht das Wichtigste. Die Freude unserer Mitfahrer und Mitfahrerinnen, das ist es!