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Region Konz geht schneller ins Netz

Region Konz geht schneller ins Netz

Tawern hat sie, Oberemmel und Krettnach bekommen sie, und viele wollen sie: Die DSL-Versorgung ist inzwischen zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. Wir geben einen Überblick, wie weit die Bemühungen zur flächendeckenden Versorgung im Konzer Land gediehen sind.

Konz. Sich zügig im Internet zu bewegen und ohne lange Anstrengungen große Dateien aus dem Netz herunterzuladen, stehen für manch einen Bürger in der Konzer Verbandsgemeinde immer noch auf der Wunschliste. Doch kontinuierlich wird in der Konzer Region die Versorgung mit Breitband ausgeweitet. In Tawern dürften nach Angaben der Telekom in diesen Tagen die letzten DSL-Leitungen aktiviert werden. "Nach der Einschaltung können alle Haushalte Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 000 Kilobyte pro Sekunde erreichen", teilt Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney mit.

Gespräche mit saarländischer Firma inexio



Oberemmel und Krettnach gehören laut Alexander Queins von der Verbandsgemeindeverwaltung zu dem Projekt, das "als nächstes fertig wird". Bis Juli müsste dort die DSL-Versorgung vorhanden sein.

Und in Wawern finden am Mittwoch, 16. Juni, und am Donnerstag, 1. Juli, jeweils ab 16 Uhr im Bürgerhaus Gespräche mit Vertretern der saarländischen Firma inexio statt. Dabei kann jeder Interessent seine individuellen Wünsche angeben. Die Firma beabsichtigt laut Ortsbürgermeister Franz Zebe, die DSL-Versorgung der Ortslage über einen Anschluss an den Schleusenturm zu sichern. Im August sollen die ersten privaten Anschlüsse aktiviert sein.

Die Vorarbeiten zur Kabelverlegung entlang der Obermosel sind bereits seit einigen Tagen zu sehen. Hintergrund dieser Arbeiten ist, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt seine Schleusen miteinander vernetzt. Die "Anrainer"-Gemeinden wie Wasserliesch und Oberbillig könnten dadurch profitieren.

So weit sind andere Gemeinden in der Verbandsgemeinde noch nicht. Die Bedarfsumfrage in Pellingen bis Ende Mai ist nach Angaben von Queins noch nicht ausgewertet. Ein erster Rücklauf der Fragebögen aus Könen ist recht schwach ausgefallen. Und einen "Bedarf fast gleich null" vermeldet Queins weiterhin aus Onsdorf.

"Enormes Potenzial" sehe er in Nittel. Die Unzufriedenheit der Bürger sei dort sehr hoch, teilweise seien gar keine oder nur äußerst schwache Internetverbindungen vorhanden. Im Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet ergeben sich vermutlich neue Ansätze, um bei DSL-Anbietern für den Ausbau zu werben.

Als derzeit "gut" versorgt gelten in der VG Konz laut einer Aufstellung der Verwaltung die Ortschaften Kanzem, die Kernstadt Konz (mit Ausnahme von Roscheid), Teile von Konz-Filzen sowie Temmels (außer dem Neubaugebiet), Wellen und Wiltingen.