Regionale Identität stärken

SAARBURG. Auf reges Interesse stieß das Lernfest in der Saarburger Stadthalle. Die Volkshochschule (VHS) und ihre Kooperationspartner informierten über touristische und kulturelle Angebote.

Bereits zum vierten Mal organisierte die Weiterbildungsakademie unter Schirmherrschaft der Stadt die regionale Weiterbildungsmesse - in diesem Jahr unter dem Motto "Netzwerk Weiterbildung-Kultur-Tourismus im Saar-Obermosel-Raum". Das Lernfest hat in diesem Zusammenhang die Funktion, die Bürger auf das Potenzial eines Netzwerkes regionaler Anbieter von Weiterbildung und Tourismus aufmerksam zu machen. Inzwischen kooperieren etwa VHS und Saar-Obermosel-Touristik mit Kursen für Stadtführer. Viele Möglichkeiten steckten in einer solchen Zusammenarbeit, bekräftigten mehrere Lernfest-Teilnehmer. "Wir haben im Raum Saarburg zwei Wirtschaftsfaktoren: Kultur und Tourismus. Darauf wollen wir aufmerksam machen", sagt Anette Barth, Leiterin der Saarburger VHS und Initiatorin des Lernfestes. Neben dem Tourismusverband waren die Stadt, das Freilicht- und Volkskundemuseum Roscheider Hof, der Verein Naturpark Saar-Hunsrück und das Hofgut Serrig sowie Privatanbieter vertreten. "Viele wissen gar nicht, was wir leisten", begründet Stefanie Koch von der Saar-Obermosel-Touristik den Info-Stand. Auch Gudrun Rau, Naturpark-Geschäfsführerin, sieht im Lernfest die Möglichkeit, stärker auf die Angebote des Vereins hinzuweisen. So gab es neben Infomaterial sowie Bastel- und Malaktionen für Kinder die Möglichkeit, einen Blick durch Mikroskope auf "echte" Natur zu werfen: ein Stück Rinde, eine (tote) Heuschrecke oder Kleinschnecken. "Ich bin im Prinzip ganz zufrieden", sagt Barth. Die Resonanz der Zuschauer hätte etwas besser sein können - vielleicht spielte der Trierer verkaufsoffene Sonntag eine Rolle oder das für den Normalverbraucher abstrakt wirkende Thema. Gleichwohl war die Stadthalle, insbesondere am Nachmittag, gut besucht.Nächstes Fest zum Thema "Senioren"

Die VHS präsentierte Kursinhalte und -ergebnisse. Zu sehen gab es Gemälde, Aquarelle, Kissen. Auf der Bühne tanzte eine Tanzgruppe zu HipHop und lateinamerikanischen Rhythmen. Jugendliche und Kinder präsentierten eine Karate-Show. "In einer Gruppe darf keiner unter den Tisch fallen, man muss aufeinander achten", kommentierte Barth die Performance-Abfolgen. Die Aussage trifft auch die Vorstellungen der Kunsthistorikerin: "Es geht draum, die regionale Identität zu stärken." Keine Stadt im deutschen Bereich der Saar habe so viel Ambiente und Atmosphäre wie Saarburg. Barth will die Umgebung berücksichtigt wissen. Mit Respekt sei diese zu behandeln, weil sich deren Akteure ansonsten nicht für das gemeinsame Netzwerk motivieren ließen. Wann das nächste Lernfest stattfindet, steht zwar noch nicht genau fest, doch das Motto ist schon gefunden: "Senioren" heißt es.