"Reibungslos geklappt"

Seit Juli 2007 steht der Merzkirchener Ortsteil Portz "auf dem Kopf". Die komplette Kanalisation und sämtliche Ortsstraßen wurden erneuert. In wenigen Wochen sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Nun zogen die Beteiligten erstmals Bilanz.

Merzkirchen-Portz. Es gibt so gut wie keine Ecke in dem etwas mehr als 100 Einwohner zählenden Dorf, in der während der vergangenen Monate nicht gebuddelt wurde. Die komplette Kanalisation wurde von einem Mischwassersystem in ein System umgewandelt, das künftig die getrennte Ableitung von Schmutz- und Oberflächenwasser ermöglicht. Erneuert wurden außerdem sämtliche Ortsstraßen, die zuletzt in einem desolaten Zustand waren. Rund 1,7 Millionen Euro sind nach vorläufigen Schätzungen in Portz am Ende verbaut worden. Davon entfallen nach Auskunft von Bauleiter Stefan Wittek vom Ingenieurbüro "Deges & Bah" rund 1,2 Millionen Euro auf den Kanal und rund 420 000 Euro auf den Straßenbau. "Für etwa 40000 Euro wurden verschiedene Haltungsstrecken in der Wasserversorgung erneuert", berichtet Wittek.Beeindruckend ist neben den Kosten für das Bauprojekt auch der Materialaufwand: Schmutzwasserrohre mit einer Gesamtlänge von 1 700 Metern sowie Rohre für die Oberflächenentwässerung mit einer Länge von 700 Metern verschwanden in der Portzer Erde. Insgesamt 13 000 Kubikmeter Erdreich wurden bewegt. "In den kommenden Wochen wird die endgültige Straßendecke eingebaut. Außerdem sind noch Anpassungsarbeiten zu erledigen", sagt Stefan Wittek, der damit rechnet, dass "Ende Mai, spätestens Anfang Juni" die Arbeiten beendet sind.Neue Straßen - schneller als geplant

Freuen dürften sich die Bürger von Portz nicht nur über ihre neuen Straßen, sondern auch darüber, dass die Bauarbeiten wesentlich schneller über die Bühne gingen als geplant. "Wir hatten ursprünglich 15 Monate veranschlagt und wären demnach erst im September fertig geworden", berichtet Wittek. Die gute Zusammenarbeit der beteiligten Baufirmen habe aber einen zügigen Fortgang der Arbeiten ermöglicht. Außerdem habe man Glück mit dem Wetter gehabt. "Es hat alles reibungslos geklappt", bestätigt Wolfgang Albert vom Saarburger Bauunternehmen "Clemens". Auch die Abstimmung mit den Anwohnern habe funktioniert. Letztere hatten sich im Vorfeld der Baumaßnahme nach Auskunft von Ortsbürgermeister Martin Lutz skeptisch gegenüber dem Projekt geäußert. Immerhin waren unter anderem viel Lärm und Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Grundstücke zu erwarten. Außerdem standen die Kostenfrage und damit der finanzielle Beitrag der Einwohner , die sich mit rund zehn Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche beteiligen sollen, in der Kritik. In mehreren Anliegerversammlungen vor Baubeginn habe man die Skepsis-Wogen aber glätten können, berichtet Ortsvorsteher Klaus Bauer.