Reinsfeld rüstet sich fürs große Fest

Reinsfeld rüstet sich fürs große Fest

REINSFELD. Werden es ähnlich stimmungsvolle Festtage wie 1981, als Reinsfeld 1000. Geburtstag hatte und die Menschen scharenweise in den Ort strömten? 25 Jahre später laufen erneut die Vorbereitungen für eine große Jubiläumsfeier. Sie wird am 1. und 2. Juli stattfinden und als Höhepunkte einen Abend der Reinsfelder Musik und eine historische Straße durch den Ort bieten.

"Das Grobkonzept steht schon. Jetzt beginnt das Fein-Tuning." Noch wartet auf Gitti Roßmann, Veronika Mergens sowie Frank und Rolf Eiden vom Fest-Komitee viel Arbeit. Doch ihr Ziel, am 1. und 2. Juli ein attraktives Programm für die 1025-Jahr-Feier von Reinsfeld auf die Beine zu stellen, nimmt deutliche Konturen an. Seit September ist das Organisations-Team am Werk, hat zusammen mit den Ortsvereinen, dem Gemeinderat und Bürgern erste Ideen gesammelt, vier Projektgruppen gebildet und sich inzwischen auf den Rahmen für das zweitägige Jubiläumsfest geeinigt, mit dem die urkundliche Ersterwähnung Reinsfelds 981 im erzbischöflichen Egbert-Kodex gefeiert wird.Historische Straße mit Ständen statt Umzug

Anders als vor 25 Jahren ist diesmal jedoch kein großer Umzug durchs Dorf geplant. "Wir wollen sonntags eine historische Straße mit Ständen im Ort aufbauen", sagt Rolf Eiden. Vom Bahnübergang am "Jägerhof" bis voraussichtlich zum "Herrensteg/Trierer Straße soll am 2. Juli reges Markttreiben wie anno dazumal herrschen. "Wir wollen aber nicht ausschließlich einen mittelalterlichen Markt anbieten, sondern eine größere Zeitspanne bis Mitte des vorigen Jahrhunderts abbilden", betont Roßmann. Geplant ist, dass in der historischen Straße - an deren Eingang übrigens den Besuchern ein symbolischer Wegezoll abverlangt wird - neben Ständen mit Essen und Trinken traditionelle Handwerkskunst, Szenen aus dem bäuerlichen Alltag oder alte Waffen gezeigt werden. Zudem sollen Künstler und Musiker das Marktgeschehen beleben und ein abwechslungsreiches Programm für Kinder zusammengestellt werden. Allein das Interesse der einheimischen Bevölkerung, die ausdrücklich zum Mitgestalten der historischen Straße aufgerufen wurde und ihrer Phantasie freien Lauf lassen soll, zeigt, dass "unser Konzept angenommen wird", sagt Roßmann. Allein von Reinsfelder Vereinen, Gastronomen, Gewerbe treibende, Gruppen und Familien liegen dem Organisations-Team bis dato fast 40 Anfragen fürs Mitmachen vor. "Das wird eine tolle Sache", ist sich daher nicht nur Ortsbürgermeister Rainer Spies schon jetzt sicher. Auftakt für die 1025-Jahr-Feier ist bereits am Samstag, 1. Juli. An diesem Abend ist nach der Festmesse in der Remigiuskirche nicht nur ein Empfang von ehemaligen Reinsfeldern geplant, die es inzwischen in die weite Welt verschlagen hat und die extra für dieses Fest in ihre alte Heimat eingeladen werden. Live-Musik mit "heimatlichem" Flair

Auf drei Bühnen (am alten Marktplatz beim Landgasthof Kuhl, am Musikpavillon und vor dem Café Weiler) steigt abends ein "Abend der Reinsfelder Musik". Grundgedanke dabei: "Zumindest ein Musiker einer Band soll aus Reinsfeld kommen", erklärt Rolf Eiden. Schon jetzt haben sich für diese Idee so viele Gruppen begeistert, dass die Organisatoren davon ausgehen, dass etwa acht bis zehn Bands beim Open-Air im Hochwald- ort auftreten. "Das Spektrum wird dann von Jazz bis Heavy Metal reichen", kündigt Frank Eiden an, so dass Fans aller Musikrichtungen auf ihre Kosten kommen. Bevor im Juli groß gefeiert wird, soll es aber, so Spies, bereits am 11. März eine "Mobilisierungs-Veranstaltung" im 1025 Jahre alten Reinsfeld geben. In der Kulturhalle wird dann nicht nur eine große Bilder- und Fotoausstellung zu sehen sein. Im Mittelpunkt steht an diesem Tag in erster Linie die Vorstellung des Werks von Maria Noll. Die Ehefrau des Ehrenbürgers und Alt-Bürgermeisters Alfred Noll wird nämlich ihr reich bebildertes Buch "Der Weg aus dem Schatten" präsentieren, dass einen Blick auf die Geschichte Reinsfelds in den zurückliegenden 100 Jahren wirft.