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Reinsfelder hoffen auf Windkraft und Baustellenverkauf

Reinsfelder hoffen auf Windkraft und Baustellenverkauf

Der Finanzausschuss der Ortsgemeinde hat über Einnahmen und Investitionen in 2017 diskutiert. Dabei gab es gute und weniger gute Nachrichten.

Reinsfeld Rund eine DIN-A4-Seite umfasst die Liste der Reinsfelder Investitionen, die sich zusammengerechnet auf über eine Million Euro summieren. Der Schuldenstand der Gemeinde wird sich bis Jahresende leicht auf 3,3 Millionen Euro erhöhen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1406 Euro. Nach dem neuen Transparenzgesetz der Landesregierung müssen Politiker ihren Gemeindehaushalt inzwischen öffentlich besprechen und auslegen. "So hat jeder Bürger das Recht, Vorschläge zu unterbreiten", stellt der Reinsfelder Ortsbürgermeister Rainer Spies vor dem Haupt- und Finanzausschuss des Ortsgemeinderates fest.
In den Schuldenstand von 3,3 Millionen Euro sind schon die Einnahmen von sechs Windkraftanlagen eingerechnet, von denen niemand weiß, ob sie tatsächlich fließen werden. Denn der dazu erforderliche geänderte Flächennutzungplan der Verbandsgemeinde ist noch immer nicht genehmigt.
Im Reinsfelder Haushaltsplan steht ein kalkulierter Pachtertrag von 105 000 Euro, wovon jedoch 26 250 Euro in den Solidarfonds der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil abgeführt werden müsste. Damit werden Orte in der VG unterstützt, auf deren Gebiet keine Anlagen geplant sind. Als ziemlich sicher gilt der Verkauf weiterer acht Baugrundstücke im Neubaugebiet Flachsheide im Wert von 216 000 Euro. Eine gute Nachricht hat Spies für die Anlieger der Kapellenstraße: "Diese Straße wird im Mai fertig." Mit 385 000 Euro wird die Straße ausfinanziert sein. Dem gegenüber stehen Anliegerbeiträge von 308 740 Euro.
Direkt anschließen soll sich der Endstufenausbau in der Flachsheide, zweiter Bauabschnitt. Das kostet 265 000 Euro. Neue Brücken werden im Park gebraucht, denn die Holzkonstruktionen sind nicht mehr verkehrssicher. Zwei sind schon abgebaut. Zu den Kosten von 60 000 Euro kommen noch 15 000 Euro für neue Fundamente hinzu. "Die beiden abgerissenen Brücken werden noch vor Ostern wieder errichtet sein", versichert Spies. Rund 10 000 Euro sind für die Planung eines barrierefreien Zugangs sowie die Sanierung des Bürgerhauses eingeplant.
12 000 Euro stehen im Planentwurf für den Kindergarten bereit. "Die Gebäudeunterhaltung hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 4000 Euro erhöht", sagt Spies.
In der Integrativen Kindertagesstätte soll eine Wandbeschichtung aufgebracht werden, die mehr aushalten soll als bisher. "Die Gesamtsanierung des Kindergartens ist im Endspurt", freut sich der Ortschef. 164 000 Euro wurden seit 2015 in diese Einrichtung gesteckt.
JEDER KANN VORSCHLäGE EINREICHEN


Extra

Der Reinsfelder Haushaltsplan liegt bis zum 10. April zur Einsichtnahme Montag bis Mittwoch vormittags von 8.30 bis 12.30 Uhr und nachmittags von 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr, sowie nachmittags von 14 bis 18 Uhr und am Freitag von 8.30 bis 13 Uhr im Rathaus Hermeskeil, Zimmer 302 aus. Anregungen und Vorschläge werden aufgenommen.