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Reiterin stürzt wegen Mountainbike-Fahrer

Reiterin stürzt wegen Mountainbike-Fahrer

Erhebliche Verletzungen hat sich Steffi Müller (28) aus Wiltingen bei einem Ausritt vor gut einer Woche zugezogen, als ihr Pferd wegen eines Mountainbikers scheute und sie abwarf. Der Unfallverursacher flüchtete.

Konz-Tälchen. "Es war nicht nur ein Filmriss, den die Reiterin davongetragen hatte: Die Ärzte im Brüderkrankenhaus diagnostizierten vergangene Woche: Gehirnerschütterung, Schürf- und Platzwunden auf der rechten Kopfseite, Bruch der rechten Speiche in Höhe des Handgelenks und Blutergüsse im Bereich des rechten Auges. Die Reiterin war aus dem Jeuchen hinauf nach Roscheid unterwegs, als sich der Unfall ereignete. Trotz ihres "Filmrisses" erinnert Steffi Müller sich daran, dass der zu Tal radelnde Mountainbiker hinter ihr in den Weg eingebogen war, den sie gerade mit ihrem Pferd Lando genommen hatte. "Da ist es dann passiert. Der war nach dem Unfall einfach weg."

Nicht nur der Unfallverursacher hatte sich nach dem Abwurf aus dem Staub gemacht, auch das Pferd. Es hatte den Weg zum Stall eingeschlagen. Mindestens zwei Spaziergängerinnen waren auf den Unfall aufmerksam geworden, von denen eine beobachtet hatte, dass die Reiterin einige Meter weit mit einem Bein im Steigbügel hängend mitgeschleift wurde. Die beiden Frauen waren nicht nur Ersthelferinnen am Unfallort, die den Notarzt verständigten. Ihnen hatte die Verunglückte - "ich weiß gar nicht, wie ich das überhaupt noch zusammen bekommen habe" - auch die Telefonnummer ihrer Mutter genannt, bei der sich kurz darauf auch der Reitstall meldete und nach Müller fragte.

Als Müllers Mutter am Unfallort eintraf, bemühten sich bereits Rettungskräfte um die Verunglückte. Ihr geht es mittlerweile wieder relativ gut, und sie sagt: "Ich danke allen, die sich so besorgt um mich bemüht haben."

Von dem Radler hat Steffi Müller nichts mehr gesehen. Sie kann sich auch nicht mehr an seine Kleidung erinnern. Ob sie nach ihm fahnden lassen will? "Nein, der ist wohl für alle Zeiten verschwunden." Die Frage, ob sie denn mit Helm geritten sei, beantwortet Müller so: "Von jetzt an immer!" kdj

Nach § 142 Strafgesetzbuch ist an einem Unfall beteiligt, wessen Verhalten zu diesem Unglück beigetragen haben kann. Ein Beteiligter, der sich vom Unfallort entfernt, bevor er sich ausweist, begeht Unfallflucht. Unfallflucht wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe sanktioniert. Strafmindernd wirkt sich aus, wenn er sich innerhalb von 24 Stunden meldet. kdj