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Rekordbeteiligung bei Nitteler "Kellertagen"

Rekordbeteiligung bei Nitteler "Kellertagen"

Fünf "Tage der offenen Keller" in Nittel: Am kommenden langen Wochenende werden zahlreiche Besucher in den Weinort an der Obermosel erwartet, die den viel versprechenden neuen Wein des Jahrgangs 2006 probieren möchten. Dazu lockt ein umfangreiches gastronomisches Angebot.

Nittel. (jbo) Die 17. "Tage der offenen Keller" vom 27. April bis 1. Mai sind einer der Höhepunkte im Nitteler Veranstaltungskalender. In 19 teilnehmenden Betrieben - das ist Rekordbeteiligung - bieten Nittels Winzer neben der Vorstellung des neuen Wein-Jahrgangs ein riesiges Essensangebot. Frischer Spargel, feine Suppen, deftige Steaks und spanische Tapas, aber auch hausgemachter Kuchen und Süßspeisen und vieles mehr warten auf hungrige Kundschaft.Neben Essen und Trinken haben sich die Veranstalter aber noch mehr einfallen lassen. Am Freitagabend eröffnen die Brüder Kurt und Bruno Westerhausen eine Kunst- und Fotoausstellung im Nitteler Bürgerhaus. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Fotograf Bruno Westerhausen, der in Nittel lebt, will mit ungewöhnlichen Ansichten überraschen. Bruder Kurt hat sich der Malerei und Glaskunst verschrieben.Die Nitteler Winzergemeinschaft hat aber auch ganz praktisch gedacht, um den Besuchern der "Kellertage" das zwanglose Umherziehen von Weinstube zu Weinstube so angenehm wie möglich zu machen. Ein 16-sitziger Bus pendelt am Samstag- und Montagabend, am Sonntag und am 1. Mai bereits ab 11 Uhr vormittags zwischen Nittel und dem Ortsteil Rehlingen und fährt dabei alle Gastronomiebetriebe und Weingüter an.Mit der Bahn hat man ein spezielles Arrangement getroffen. Am 1. Mai fährt ein Sonderzug von Koblenz und Neuwied nach Nittel (Ankunft 11.45 Uhr). Für den "großen Bahnhof" wollen Ortsbürgermeister Hans-Josef Wietor und die Nitteler Saar-Obermosel-Weinprinzessin Jessica sorgen. Sie begrüßen die Gäste an der frisch gestrichenen Bahnstation. "Ich bedanke mich bei knapp 20 Helfern, die letztes Wochenende über 100 Liter von der Bahn und der Gemeinde gespendete Farbe verarbeitet haben, damit der Bahnhof wieder einladend aussieht", sagt Wietor.Doch nicht nur optisch will sich die Gemeinde bahnfreundlich zeigen. Gegen Vorlage der Fahrkarte erhalten Besucher ein Glas Wein zur Begrüßung. Die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf des Sonderzuges stiftet die Bahn einem Kinderhilfswerk, dem schließen sich die Nitteler Winzer mit einer Spende an. Die Bahn bietet zusätzlich von Samstag bis Dienstag eine späte Zugverbindung um 23.22 Uhr in Richtung Trier an. Wem das noch zu früh ist: Nachts stehen per Fahrbereitschaft Sammeltaxis zur Verfügung.Fußgängerzone ab dem Bahnhof

Organisator Stephan Zilliken vom Nitteler Weingut Hellershof freut sich, dass der 1. Mai als traditioneller Höhepunkt der "Tage der offenen Keller" besonders besucherfreundlich ist: "Wir haben vom Bahnhof bis zu den Weingütern Frieden-Berg und Apel eine Fußgängerzone eingerichtet, um den Auto- und Durchgangsverkehr aus dem Dorf herauszuhalten." Aber Zilliken verweist auch gern auf die autofreien Wanderwege zwischen Nittel und Rehlingen. "Für viele, die den 1. Mai traditionell als Wandertag nutzen, sind die ,Tage der offenen Keller' ein besonders attraktives Ziel." Wer sich bewegen, aber nicht wandern will: Während der fünf Tage wird es dank reichlich Live-Musik auch Gelegenheit zu einem Tänzchen geben.