Rekordjahr: Hermeskeiler Feuerwehr bewältigt 201 Einsätze

Rettungsdienste : Rekordjahr: Hermeskeiler Feuerwehr bewältigt 201 Einsätze

Zu mehr als 200 Einsätzen sind die ehrenamtlichen Kräfte der Hermeskeiler Feuerwehr im Vorjahr ausgerückt. Wehrführer Florian Kann forderte bei der Jahreshauptversammlung angesichts steigender Anforderungen, dass Hauptamtliche die ehrenamtlichen Wehrleute in manchen Bereichen unterstützen müssten.

Die Freiwillige Feuerwehr Hermeskeil hat auf ihrer Jahresversammlung hauptamtliche Unterstützung gefordert: „Damit die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und ehrenamtlicher Führungsposition oder aktiver Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr möglich bleiben, wird es künftig unerlässlich sein, diese Ehrenamtlichkeit durch hauptamtliche Stellen zu unterstützen”, erklärte der Hermeskeiler Wehrführer Florian Kann.

Der Bedarf an Unterstützung gelte vor allem für die Bereiche der Gerätewartung, der Jugendarbeit und der Führung der Feuerwehren auf den Ebenen der Verbandsgemeinden (Wehrleiter) und des Kreises (Kreisfeuerwehrinspekteur). Die Anforderungen seien in einem Maße gestiegen, dass die Aufgaben im Ehrenamt nur noch schwer zu bewältigen seien, sagte Kann. Es sei davon auszugehen, dass diese Anforderungen weiter wüchsen. Der Einsatz von hauptamtlichem Personal an den richtigen Positionen entlaste das Ehrenamt und stärke damit das System der freiwilligen Feuerwehren. Es sei Aufgabe der Politik, diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Mit diesen Appellen begrüßte der Hermeskeiler Wehrführer den Beauftragten der Verbandsgemeinde, Hartmut Heck, Wehrleiter Daniel Bredel sowie die Mitglieder der Hermeskeiler Wehr.

 Es sei die Kameradschaft, die motiviere und durch die teils dramatischen Einsatzsituationen trage, erklärte Kann. Im Vorjahr sei diese Kameradschaft durch die hohe Zahl der Einsätze stark strapaziert worden. Zum ersten Mal in der Geschichte der Hermeskeiler Wehr seien in einem Jahr mehr als 200 Einsätze bewältigt worden. Der Chef aller Feuerwehren in der VG Hermeskeil, Hartmut Heck, bedankte sich für die große Einsatzbereitschaft. Wehrleiter Bredel schloss sich diesem Dank an. Neben den zahlreichen Einsätzen investierten die Wehrleute viel Zeit in Ausbildung, Wartung und Pflege der Fahrzeuge und Geräte sowie in Übungen.

Sechs Feuerwehrleute bestanden Grundlehrgänge. Die Einsatzabteilung besteht aktuell aus 50 Mitgliedern. Hinzu kommen die Bambinifeuerwehr mit 17 Kindern (Leitung: Sabine Bredel), die Jugendfeuerwehr mit 19 Jungen und Mädchen (Jugendwart: Thomas Barnickel) sowie die Ehrenabteilung mit sieben Feuerwehrmännern im Ruhestand. Markus Wiesen wurde für 35 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr mit dem goldenen Ehrenzeichen des Landes ausgezeichnet.

Fakten zu den 201 Einsätzen wurden in einer eindrucksvollen Statistik präsentiert. Die Zahl der Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlage (65) hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Zwölf Mal mussten die Wehrleute zu Verkehrsunfällen ausrücken, um Menschen aus Fahrzeugen zu befreien. Ihre Schlagkraft stellte die Mannschaft beim Brand eines Wohnhauses in Züsch und den großen Flächenbränden im heißen Sommer unter Beweis.