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Müll: Resolution für sozial veträgliche Windellösung

Müll : Resolution für sozial veträgliche Windellösung

(mai) Einstimmig hat der Saarburger Stadtrat in der vergangenen Sitzung, die wegen des Haushalts stattfand, eine Resolution der SPD zum Thema Windeln verabschiedet.

Konkret wird der Landkreis Trier-Saarburg darin aufgefordert, mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier nach einer sozialverträglichen Lösung für die Windelproblematik zu suchen, die die Gemeinden nicht finanziell belastet. Hintergrund: Im Zuge der Änderung der Gebührenordnung wurde die Zahl der Restmüllabholungen halbiert. Haushalte mit Kleinkindern oder pflegebedürftigen Personen seien laut SPD vor diesem Hintergrund besonders betroffen, sie hätten einen unvermeidbar erhöhten Entsorgungsbedarf durch Windeln. Nachdem mehrere Landkreise in dieser Sache an den ART herangetreten waren, hat dieser folgendes Prüfergebnis vorgestellt: Den Kommunen sollen sogenannte Windelsäcke zur Verfügung gestellt werden. Die Kosten für die Säcke sowie die Ausgabemodalitäten hätten die Kommunen selbst zu tragen oder zu regeln.

Die SPD befürwortet  eine Lösung der Windelproblematik, da diese in ihren Augen geeignet ist, eventuelle finanzielle Nachteile für die oben genannten Zielgruppen auszugleichen und eine umweltschonende Mülltrennung zu fördern. An den Windelsäcken kritisiert sie, dass bestimmte Betroffene sich durch deren Herausstellen entblößen müssten. Sie präferiert deshalb eine Lösung über zusätzliche kostenfreie Leerungen der Restmülltonnen. Die Gemeinden dürften durch die Windelproblematik  nicht zusätzlich belastet werden, der Kreis und nicht die Kommunen seien für die Abfallentsorgung zuständig.