Rettungsanker gesucht

HERMESKEIL. Seit Mittwoch ist das Freibad in Hermeskeil wegen eines Wasserrohrbruchs geschlossen. Für diese Saison sitzen die Freibad-Schwimmer in der Hochwaldstadt auf dem Trockenen. Das aktuelle Problem kann schnell behoben werden, doch wie es generell mit dem Freibad weitergeht, ist noch immer offen.

Die Sorgen um das Hermeskeiler Freibad werden nicht kleiner. Am Mittwoch vermeldete die Verbandsgemeindeverwaltung, dass sie das Bad für diese Saison schließen müsse (der TV berichtete). Der Grund: Ein Wasserrohr war gerissen. Es handele sich dabei um einen leicht reparablen Schaden, gibt VG-Bürgermeister Michael Hülpes Entwarnung. Das Bauamt habe ihm signalisiert, dass die Reparaturen mit Hilfe der Stadt noch vor dem Winter erledigt werden könnten. Hallenbad öffnet die Pforten

Dennoch habe man sich nun mit Blick auf das schlechte Wetter entschieden, das Freibad für diese Saison zu schließen, sagt Hülpes. Ab dem 6. September, 14 Uhr, stehe dann wieder das Hallenbad für viel Badespaß zur Verfügung. Der Wasserrohrbruch macht erneut deutlich, dass das Hermeskeiler Freibad unterzugehen droht, wenn die gesamte Sanierung nicht bald umgesetzt wird. Das komplette Konzept dafür liegt bereits seit rund zwei Jahren in der Schublade. Doch die VG kann die Kosten von rund 2,5 Millionen Euro für das 30 000 Quadratmeter große Areal nicht alleine tragen. Und auch die Unterstützung durch den Förderverein "Rettet das Schwimmbad" reicht trotz aller Bemühungen nicht aus. VG-Bürgermeister Hülpes hofft darauf, dass die Konversion der Hochwaldkaserne zum Rettungsanker für das Freibad wird. Falls sich das touristische Konzept für die Anschlussnutzung durchsetze, könne man das Freibad einbeziehen, sagt er. Um die touristische Infrastruktur zu stärken, sei in dem Fall eine "vorzeitige Sanierung des Freibads" durch die Fördermittel möglich. Im Herbst gibt es ein Gespräch der Hochwälder Kommunalpolitiker mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Karl Peter Bruch zum Thema Konversion, in das Hülpes große Hoffnung für den Standort Hermeskeil und die Zukunft des Freibads setzt. Auch die Erste Vorsitzende des Fördervereins "Rettet das Freibad", Claudia Fuchs, sagt: "Es ist meine Hoffnung, dass wir mit Konversionsmitteln das Freibad sanieren können." Sie hätte sich gewünscht, dass die Freibadsaison in Hermeskeil in diesem Jahr trotz des Rohrbruchs länger dauert.

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