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Rücksicht und Ruhe sind momentan im Wald wichtig für Natur und Tiere

Natur : Tipps für sicheren Nationalpark-Besuch an den Feiertagen

(red) Die Faszination Wildnis wird im Nationalpark Hunsrück-Hochwald immer mehr und mehr erkennbar und erlebbar. Doch gerade im Winter sind laut Nationalparkamt „Verantwortung, Rücksicht und Ruhe gute Ratgeber, um beim Natur- und Umweltschutz in dieser Jahreszeit zu helfen.“ Anderenfalls gefährdeten Besucher nicht nur Tiere, Pflanzen und Pilze, sondern auch sich selbst, heißt es in einer Mitteilung der Behörde zu den bevorstehenden Feiertagen.

Darin gibt das Nationalparkamt einige Hinweise für einen sicheren Besuch des Schutzgebiets.

Vor allem wenn Schnee falle, heißt es, locke viele Besucher in die Wälder des Hunsrücks. Dabei sei zu beachten, dass der Wald und seine Tiere in dieser Zeit besondere Ruhe benötigten. Auch verändere sich der Wald ständig und sei in den Kernzonen des Nationalparks wilder geworden. „Bäume wachsen, werden alt, fallen um und sterben ab. Ihr Totholz bildet die Grundlage für seltene Pilze, Flechten, Moose, Käfer und andere Insekten.“

Zudem verändere sich auch der Winter im Hunsrück und Hochwald. Die meteorologischen Daten zeigten, dass die Frosttage zurückgingen und gleichzeitig die Niederschläge im Winterhalbjahr hoch seien. „Anders ausgedrückt: Die Winter sind wärmer und nasser. Das wirkt sich auch auf die Art des Schnees aus.“ Er riesele seltener als lockerer Schnee zu Boden, sondern hafte mehr als Nass-Schnee an den Bäumen an. Wenn dann tagsüber der Schnee ein wenig antaue, nachts wieder festfriere und zusätzlich weiterer Neuschnee sich darauf lege, nehme die Last extrem zu. Es komme zum Bruch von Kronen und Ästen oder Umstürzen ganzer Bäume. Dies habe im vergangenen Winter einige Gefahren nicht nur in den Wäldern des Nationalparks gebracht. Die Trockenheit der vergangenen Jahre und die höheren Temperaturen haben laut Nationalparkbehörde allen Wäldern zugesetzt. Dadurch sei die Gefahr für Waldbesucher rund ums Jahr schon erhöht. Komme starker Wind, Schnee oder Eis hinzu, steige das Risiko. Daher müssten Wald-Besucher mittlerweile aufmerksamer sein. Abgebrochene Äste in Baumkronen oder umgestürzte Bäume, die in den Ästen anderer Bäumen hängen geblieben sind, sollten gemieden werden. Das gilt insbesondere bei extremen Wetterlagen.

 Die Parkverwaltung bittet ihre Gäste daher um ein der Wettersituation und den speziellen Gegebenheiten im Nationalpark angepasstes Verhalten. Ihre Tipps: 

- Informieren Sie sich vorab über die aktuelle Wetter-, Straßen- und Wegesituation vor Ort online und über die aktuellen Nachrichten.

- Waldgäste sollten tiefverschneite Gebiete sowie alle Bereiche abseits der Wege meiden.

- Wege sollten nur im geräumten Zustand betreten und auf keinen Fall abseitig verlassen werden, weder zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Pferd!

- Autos sollten am Waldrand auf ausgewiesenen Parkplätzen geparkt werden.

- Bitte achten Sie auf die aktuellen Hygiene- & Abstandsbestimmungen!

- Seien Sie respektvoll und achtsam bei Ihrem Besuch im Nationalpark

Weitere Infos gibt es unter www.nlphh.de/ruecksicht.