Russin führt den Dirigentenstab

Sie stammt aus der Russischen Föderation, hat dort Musik studiert und ist von der deutschen Chorliteratur begeistert: Albina Bukovsky ist die neue Dirigentin des MGV "Eintracht" Niedermennig.

Konz. (nero) Nach elfjähriger Tätigkeit hatte die bisherige Dirigentin der "Eintracht", Hiltgund Kraus, zum 1. Januar dieses Jahres aus Altersgründen den Dirigentenstab niedergelegt. Und nun ist wiederum eine Frau, die den Verein - inzwischen ist es ein gemischter Chor - leitet. In Tscheboksary in Russland als Albina Zolina 1964 geboren lebt sie seit 2002 in Konz, ist verheiratet und hat zwei Kinder. "Musik hat mich von Kindheit an bewegt", sagt sie in ihrem leicht russisch gefärbten Deutsch.

Das spiegelt sich auch in ihrem beruflichen Werdegang wider: Nach dem Reifezeugnis erfolgte ein Studium mit der Fachrichtung musikalische Pädagogik, danach schloss sie mit Diplom als Lehrerin für Musik und Singen in ihrem Heimatland ab.

Aber auch hier in Deutschland angekommen, ließ sie ihre Liebe zur Musik nicht los. Nach einer Auszeit während des Mutterschutzes begann sie 2006 die sogenannte "C-Ausbildung" zur Organistin und Chorleiterin. "Als aktives Mitglied des Konzer Saar-Mosel Frauenchors habe ich die deutsche Chorliteratur, die ich vorher so nicht kannte, schätzen und lieben gelernt", ein Grund mehr für sie, als Dirigentin tätig zu sein. Erste Erfahrungen in diesem Metier sammelte sie im Jahre 2008, als sie vertretungsweise den Polizeichor Trier leitete.

Auf die Arbeit mit ihrer neuen Chorgemeinschaft freut sie sich, will aber ihre Hobbys wie Hausmusik, Stricken, Lesen, Singen und Sprachenlernen nicht vernachlässigen. Und vielleicht bleibt ja auch der russische Akzent, der so sympthisch klingt, erhalten.

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