Saar-Riesling-Sommer am 24. und 25. August: Winzer schenken mehr als 300 Weine aus

Kostenpflichtiger Inhalt: Wein : Winzer schenken mehr als 300 edle Tropfen beim Saar-Riesling-Sommer aus

Viele heimische, aber auch einige internationale Gewächse können die Besucher des Saar-Riesling-Sommers am Wochenende in Weingütern an der Saar probieren. Der TV erklärt, wie es zu den Gastbeiträgen kommt und wie es gelingt, dass alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten.

Spätsommer an der Saar – das bedeutet seit acht Jahren und mit wachsenden Besucherzahlen: Zeit für den Saar-Riesling-Sommer. Die große Weinverkostung hat mit 13 Stationen, 48 beteiligten Winzern und mehr als 300 verschiedenen Weinen an den zwei Verkostungstagen (Samstag, 24., und Sonntag, 25. August) viele Tropfen zu bieten, die an der Saar und international Rang und Namen haben.  Als neue Station ist die kürzlich eröffnete Weinmanufaktur von Van Volxem bei Wiltingen hinzugekommen, die, wie im TV berichtet, neue Maßstäbe setzt und deshalb wohl ein besonderer Anziehungspunkt sein wird.

Der Saarwein boomt, es hagelt Preise und Auszeichnungen. Mehr als 4000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet. Dabei sei Platz genug für alle, wie der Kanzemer Winzer Johann Peter Mertes betont. Man sei auf den Ansturm von Privat- und Fachpublikum aus ganz Deutschland, aber auch aus allen Nachbarländern und Skandinavien bestens vorbereitet. Sogar aus Asien und Nordamerika reisen Riesling-Fans an.

Der Saar-Riesling-Sommer ist ein Gemeinschaftsprojekt einiger der profiliertesten Winzer entlang der Saar, das aus den beteiligten Konkurrenten Freunde gemacht habe, berichtet Mertes. Von Weinmachern mit Promi-Status wie Moderator Günther Jauch oder Roman Niewodniczanski aus der Bitburger Bier-Dynastie bis hin zu Newcomern wie Stefan Müller aus Krettnach oder den Weber-Brüdern aus Wiltingen ziehen alle gemeinsam für das Renommee des Saarweins ins Feld und arbeiten Hand in Hand. „Es herrscht ein wirklich toller Zusammenhalt, obwohl man ja normalerweise keine drei Winzer unter einen Hut bekommt“, sagt Mertes. Seit 1891 ist die Familie Mertes mit ihrem Weingut in Kanzem aktiv, mit Sohn Johann Peter steht die nächste Generation schon in den Startlöchern. Sehr gute Weinlagen und sorgfältiger, naturnaher Anbau garantieren den Erfolg über Generationen. Dennoch sind, wie Mertes sagt, auch die „Neuen“ auf den Weingütern Cantzheim (Reimann), von Othegraven (Jauch) oder Van Volxem (Niewodniczanski) bestens integriert und akzeptiert, „weil sie einen hohen Qualitätsanspruch haben und auch für Publicity sorgen.“ Wem der Sinn nach handfesten oder feinen weinbegleitenden Speisen steht, der findet an zwölf Stationen Angebote: vom Foodtruck (Cantzheim und Schloß Saarstein) über Sushi (Von Hövel) bis hin zu handfesten Baguettes bei Mertes. Der Schwerpunkt der zu verkos­tenden Weine liegt klar bei den mit viel Vorschusslorbeeren bedachten 2018er-Gewächsen. „Ein Ausnahmejahr mit hohen Mostgewichten, moderaten Säuren und trotzdem mit typischer Saar-Charakteristik. In 30 Jahren werden wir uns erzählen: Weißt du noch, der 2018er?“ sagt der Winzer, der auch Kanzemer Ortsbürgermeister ist. Über familiäre und freundschaftliche Beziehungen wurden die Gastwinzer der einzelnen Stationen rekrutiert. Es sind renommierte Weingüter von Mosel und Ahr, aus der Pfalz, Baden, Franken, Württemberg und Spanien. Bei Mertes sind Luxemburg (Vinsmoselle, „Mein bester Freund“), Portugal (Quinta da Plansel, „Meine Schwägerin“) und Südtirol (Hofstätter aus Tramin, „Der hat auch Weinberge an der Saar“) vertreten. Auch hier gehen persönliche Beziehungen Hand in Hand mit hohem Qualitätsanspruch. Außerdem gelten die Gast-Weine als geschmackliche Gegenpole zu den stahligen Gewächsen, die die Saarwinzer mühsam den Steillagen abringen müssen.

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