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Saarburg bekommt dritten Kita-Standort

Saarburg bekommt dritten Kita-Standort

Die beiden Kindertagesstätten (Kitas) St. Laurentius und St. Marien in Saarburg sind ausgebucht. Deshalb plant die Stadt, das frühere französische Casino, in dem derzeit die Kita St. Laurentius untergebracht ist, zu sanieren und an diesem Standort festzuhalten. Am einstigen Kita-Standort am City-Parkplatz könnte eine dritte Einrichtung für Kinder entstehen.

Wände voller Schimmel und feuchte Böden: Als im Frühjahr klar war, dass die Gebäude der Kita St. Laurentius am City-Parkplatz marode sind, hat die Stadt gehandelt. Fast alle Kinder der Einrichtung St. Laurentius sind Ende März in das von der Stadt Saarburg für rund 200.000 Euro hergerichtete Casino im Stadtteil Beurig umgezogen (der TV berichtete am 8. März).

Inzwischen sind auch die Hortkinder aus dem früheren Pfarrheim in der Friedensaue ausgezogen. "Der neue Standort in Beurig wird von den Eltern gut angenommen", sagt Katja Strys, Vorsitzende des Elternausschusses der Kita St. Laurentius. Alle seien sehr zufrieden. Einziges Problem war für manche Eltern die Anbindung des Casinos, das aber dank der eingesetzten Busse gut gelöst sei.

Anfangs hatte die Stadt noch überlegt, das alte Kita-Gebäude am City-Parkplatz zu sanieren. Doch inzwischen haben die Ratsmitglieder entschieden, kein Geld für die Sanierung auszugeben. Die würde laut Jürgen Dixius, Bürgermeister der Stadt Saarburg, mindestens 680.000 Euro kosten. "Am Ende eines solchen Bauvorhabens können wir nicht mal sicher sein, dass wir alle mit dem Gebäude zusammenhängenden Probleme gelöst haben", sagte er auf der jüngsten Ratssitzung.

Stattdessen solle zunächst weiter in den bislang provisorischen Kita-Standort im früheren französischen Casino am Rand des Kammerforsts investiert werden. Der Altbau brauche unter anderem neue Fenster und eine Ausbesserung des Dachs. Das würde bedeuten, dass im Stadtteil Beurig langfristig ein zweiter Kita-Standort aufgebaut wird, und die Innenstadt gar keine Kita mehr hätte.

Dieses Ergebnis wünscht sich keine der beiden Fraktionen im Saarburger Stadtrat, zumal laut Verwaltung dringend weitere Kita-Gruppen gebraucht werden, da dank des Zuzugs von vielen Familien immer mehr Kinder in der Stadt leben. Als weiteres Argument wird angeführt, dass gerade einkommensschwächere Familien darauf angewiesen seien, dass ihre Kinder die Möglichkeit haben, zu Fuß in die Kita zu laufen.

So wird es wohl künftig eine dritte Kita in Saarburg geben, auch wenn der Standort hierfür noch nicht abschließend geklärt ist. Grundsätzlich kann sich der Stadtrat vorstellen, dass am alten Standort City-Parkplatz ein neues Gebäude errichtet wird. Allerdings müsste darüber noch mit der Pfarrgemeinde St. Laurentius verhandelt werden. Sie ist die Eigentümerin des Grundstücks.Extra

Stadtbürgermeister Jürgen Dixius hofft, dass mit dem Umbau des Bahnhofs noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Die Arbeiten würden sich verzögern, da noch nicht alle Voraussetzungen für die beantragten Zuschüsse erfüllt seien. Die Sanierung des Bahnhofs ist Teil des städtischen Umbauprogramms für den Bereich des Bahnhofs, der vom Bund gefördert wird. Dixius ist sich mit der Deutschen Bahn AG einig, dass der Bahnhof langfristig barrierefrei gestaltet werden soll. Zum Geschäftsführer der kürzlich gegründeten Gebäudegesellschaft Saarburg (GGS) wurde Martin Bauschert bestellt. Aufgabe der kommunalen GmbH ist die Verwaltung der städtischen Immobilien, vor allem im Bereich der früheren französischen Liegenschaften. itz