Saarburg - Einkaufsstadt der kurzen Wege

Saarburg - Einkaufsstadt der kurzen Wege

SAARBURG. (hpü) "Wer Großes will, muss sich zusammenraffen" - ein Goethe-Wort als Ausblick auf das neue Jahr in Saarburg. Doch Stadtbürgermeister Franz-Josef Blatt zog auch Bilanz beim Neujahrsempfang vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft in der Stadthalle.

Zum Auftakt der Veranstaltung, zu der die Stadt Saarburg und der Gewerbeverband eingeladen hatten, nahm Bürgermeister Blatt kein Blatt vor den Mund. "Blumen und Gold zugleich machen reich", zitierte das Stadtoberhaupt den großen Dichter. In Saarburg habe es im vergangenen Jahr an "Gold" gefehlt, und das werde sich auch künftig nicht wesentlich ändern. "Die Attraktivität der Stadt Saarburg ist hauptsächlich dem unermüdlichen Engagement der Bürger zu verdanken - nicht nur, was die vielen Blumen betrifft." Wenigstens in dieser Hinsicht sei man dem Reichtum im Sinne Goethes etwas näher gekommen.Rund 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Landtagsabgeordneter Dieter Schmitt und Kreisbeigeordneter Manfred Wischnewsky, gaben sich ein Stelldichein.Beim Neujahrskonzert präsentierten die rund 20 Musiker des Saarburger Kammerorchesters Werke von Telemann, Danzi und anderer Komponisten. Die Leitung hatte Sonja Kranich.Hans-Josef Metrich, stellvertretender Vorsitzender des Saarburger Gewerbeverbandes, wies auf die schwierige, wirtschaftliche Situation hin. Er unterstrich: "Die Zeit ist geprägt von Ängsten vor der ungewissen Zukunft." Dennoch hoffe er auf einen positiven Umschwung im wirtschaftlichen Umfeld, zu dem jeder seinen Beitrag leisten könne. Damit appellierte Metrich an die Bevölkerung, verstärkt in Saarburg einzukaufen. "Nicht nur kompetente Geschäfte, auch kurze Wege machen Saarburg interessant."Für ihr Engagement ehrte Franz-Josef Blatt die Bürgerinitiative "Pro-Saarburg", vertreten durch Christiane Klein, die sich die Mitwirkung an der zukunftsfähigen Gestaltung der Stadt auf ihre Fahnen geschrieben hat. Der Stadtbürgermeister betonte: "Politiker fordern ständig eine aktive Beteiligung der Bevölkerung am öffentlichen Leben - so lange es nicht gegen ihre eigenen Interessen geht." Gerade deshalb sei es ihm wichtig, die Arbeit der Bürgerinitiative zu würdigen.Arbeit habe die Stadt Saarburg jede Menge, so Blatt. Das Geld setze gewisse Grenzen. Blatt schloss: "Wir wollen die Zukunft mit Augenmaß angehen, schließlich haben wir an kommende Generationen zu denken."