Saarburg kann immer mehr Gäste begrüßen

Saarburg kann immer mehr Gäste begrüßen

Die Saar-Obermosel-Touristik hat 2011 mehr Gäste verzeichnet als im Jahr zuvor. Trotzdem sind die Übernachtungszahlen zurückgegangen. Der Grund: Es kommen immer mehr Spontan- und Kurzurlauber.

Saarburg. "Wenn die Sonne scheint, kommen die Reservierungen", sagt der Inhaber des Hotels Nitteler Hof, Marco Zandbergen. Ähnlich äußert sich der Betreiber des Konzer Campingplatzes, Torsten Momper: "Die Zahl der Gäste ist stark witterungsabhängig." Um die Schwankungen des Geschäftes durch Wetterkapriolen abzumildern, hat Ewald Boesen vom Hotel St. Erasmus in Trassem extra einen Wellnessbereich angebaut: "Jetzt haben wir auch im Winter gut zu tun. Außerdem konnten wir vier neue Arbeitsplätze schaffen."
Im vergangenen Jahr kamen etwas mehr Gäste als im Jahr zuvor in die Region Saar-Obermosel (siehe Extra). "Die Leute buchen immer knapper und spontaner", beschreibt die Geschäftsführerin der Saar-Obermosel-Touristik, Stefanie Koch, den Trend. Die meisten Erholungssuchenden stammen aus Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden und Belgien. Sie nutzen ihren Aufenthalt vorwiegend, um zu wandern oder um durch die schönen Täler von Saar und Mosel zu radeln.
Den regionalen Betrieben bringe der Übernachtungstourismus 20 Millionen Euro im Jahr ein, sagt Koch. Der Tagestourismus könne nicht an einem Betrag festgemacht werden. Er habe aber einen ähnlich guten Effekt für die Region.
Damit die Gäste viel sehen und erleben, geben die Tourist-Informationen in Saarburg und Konz mehr als 45 000 Ratsuchenden pro Jahr Tipps und vermitteln Freizeitangebote und Unterkünfte.
Die Urlauber selbst beurteilten die Angebote der Region durchweg positiv. Die Kombination aus Wander- und Radwegen, der Landschaft und dem guten Wein komme an, sagt die Geschäftsführerin. Deshalb setzt die Saar-Obermosel-Touristik auch auf Ideen wie das neue Dreiländer-Radtouren-Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Saarland, Frankreich und Luxemburg entsteht. Entwicklungsmöglichkeiten gibt es im Konz-Saarburger Raum trotz der vielen positiven Reaktionen aber immer noch. "Es fehlen noch mehr Betriebe, die Zimmer mit Frühstück anbieten", bedauert Koch. Einige Anbieter hätten in letzter Zeit aus Altersgründen aufgegeben. Die hohen Spritpreise wirken sich bislang noch nicht stark auf das Geschäft aus, Trotzdem begrüßt Ewald Boesen in Trassem immer mehr Gäste, die keine großen Anfahrten auf sich nehmen. Denn: "Entspannen und erholen kann man sich auch, ohne weit zu fahren."
Rock-Wallfahrt tangiert Konz nicht


Die gerade begonnene Heilig-Rock-Wallfahrt wird sich voraussichtlich kaum bemerkbar machen. "Das sind überwiegend Tagestouristen, die nach Trier fahren", sagt Koch.
Gestiegen ist nicht nur die Zahl, sondern auch der Anspruch der Gäste. "Die Leute sind reiseerfahren und können im Internet Qualität und Preis gut vergleichen", erklärt die Fachfrau. Auf www.saar-obermosel.de setzt die Saar-Obermosel-Touristik mit Verbesserungen an: "Unser Internet-Auftritt wird komplett neu gestaltet, und auch die Plattform Facebook wird mit einbezogen."
Extra

Verbandsgemeinde Saarburg: 64 633 Gäste (plus 1,6 Prozent) mit insgesamt 243 866 Übernachtungen (plus 3,3 Prozent). Verbandsgemeinde Konz: 39 245 Gäste (plus 1,5 Prozent) mit insgesamt 115 357 Übernachtungen (minus 3,3 Prozent). Die Zahlen der Campingplätze werden auf Verbandsgemeindeebene nicht ausgewiesen. In beiden Kommunen zusammen gibt es 173 Ferienwohnungen, 20 kombinierte Ferienwohnungen und Pensionen, 44 Pensionen und 34 Hotels und Gasthäuser. doth