Saarburg setzt auf diesen Termin

Auf einen seit jeher stark frequentierten verkaufsoffenen Sonntag freuen sich Saarburg und Hermeskeil. Die terminliche Überschneidung ist aus Sicht der Veranstalter kaum zu vermeiden.

Saarburg/Hermeskeil. (sw/ax) Saarburg und Hermeskeil laden an diesem Wochenende zu verkaufsoffenen Sonntagen in die Städte ein. In Saarburg haben die Geschäfte zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet, der Bauern- und Kunsthandwerkermarkt mit zahlreichen Ausstellern aus der Region beginnt bereits um 11 Uhr. Traditionell gehört dieser "Goldene Oktober" in Saarburg zu den verkaufsstärksten Tagen im Geschäftsjahr und zieht Besucher aus der direkten Umgebung, aber auch aus Luxemburg und dem Saarland an.

Dabei lässt sich eine Terminkollision offensichtlich nicht vermeiden. So erklärt Stefan Müller-Hamann, mitorganisierender Einzelhändler aus Saarburg: "Unser Termin ist fix. Wir veranstalten den Goldenen Oktober seit elf Jahren am zweiten Oktober-Wochenende, waren immer parallel mit Hermeskeil."

Publikumszulauf spricht gegen Verlegung



Auch wenn das sicher nicht ideal sei, seien Überschneidungen mit Trier und Konz kritischer. Klaus-Werner Diewald, Vorstands-Mitglied des Saarburger Gewerbeverbands, sagt: "Wir haben unsere verkaufsoffenen Sonntage bis 2012 beim Gewerbe-Amt beantragt und die Termine auch vermailt. Die letzte Rückmeldung aus Hermeskeil, die mir vorliegt, ist aus dem Jahr 2004. Wir werden aber auf die Hermeskeiler nochmal zugehen."

Herbert Schindler, der seit 1992 im Auftrag der Stadt Hermeskeil den Bauernmarkt federführend organisiert, hat mit dem 40 Kilometer entfernten "Goldenen Oktober" kein Problem. "Diese Konstellation haben wir ja schon seit vielen Jahren. Wir haben über dieses Thema früher auch schon mit den Saarburgern gesprochen. Wir stehen aber beide auf dem Standpunkt, dass wir uns gegenseitig nicht wehtun", sagt der Leiter der Hermeskeiler Tourist-Information. Große Überschneidungen beim Einzugsgebiet der Besucher gibt es aus Schindlers Sicht nicht.

Möglicherweise würden zwar Leute aus dem westlichen Teil der Verbandsgemeinde Kell, also aus dem Raum Zerf, lieber das nähere Saarburg ansteuern. Das Gros des Publikums beim Bauernmarkt komme aber seit jeher aus Hermeskeil und Umgebung, dem angrenzenden Nordsaarland oder dem Hunsrück. Gerade der sehr gute Publikumszuspruch in den zurückliegenden Jahren lasse die Frage nach einer Verlegung überhaupt nicht aufkommen.

Außerdem weist Schindler darauf hin, dass Überschneidungen gerade bei Bauernmärkten fast unvermeidlich sind, "da dafür der Oktober der klassische Monat ist und es also nur eine begrenzte Anzahl an Terminen gibt".

Erschwerend komme hinzu, dass das erste Wochenende ohnehin nicht infrage kommt, weil es dann mit Trier einen zu übermächtigen Konkurrenten gibt.