Saarburger feiern Ostern mit Mütze und Glühwein

Saarburger feiern Ostern mit Mütze und Glühwein

Lohnendes Ziel am Ostersonntag: Rund 200 Menschen hat es am Feiertag auf den Warsberg gezogen, ob zu Fuß, per Sesselbahn oder mit dem Auto. Die Kleinen hatten Spaß beim Ostereiersuchen und bei den Kutschfahrten, die Sommerrodelbahn bot Spaß für alle, und wärmende Getränke trösteten darüber hinweg, dass nur die Zeitumstellung an den Sommer erinnerte.

Saarburg. Louis (6) und Lia (3) schauen genau auf den Waldboden und unter das Laub hinter der Grillhütte vom Landal Park auf dem Saarburger Warsberg. Hier soll der Osterhase Eier versteckt haben. Und tatsächlich: "Wir haben zwölf Eier gefunden", freuen sich die beiden über ihren Schatz. Viele Familien, manche mit drei Generationen, nutzten die neuen bequemen Doppelsitze der Sesselbahn, um aufs Plateau zu kommen - nicht nur zum Eiersuchen.
Bahnchef Alois Marx hat einen Blick dafür, wie viele Menschen aus dem Tal nach oben kommen. "Bis heute Abend werden das gut 2000", so seine Schätzung. Der Initiator des Open-Air-Osterfestes, Christof Kramp, der gemeinsam mit Landal-Manager Christian Weitzmann, dem Sesselbahn Geschäftsführer Alois Marx und dem Sommerrodelbahn-Betreiber Hans Habers das Fest auf die Beine stellte, ist zufrieden: "Nur ein echter großer Osterhase fehlt noch."
Kramp sorgte bei der kühlen Witterung mit einem Glühweinstand vor und freute sich über das positive Kosten-Nutzen-Verhältnis: "Das Fest hat Vorlaufkosten von weniger als 1000 Euro und spricht dabei so viele Leute an." Es müsse nicht alles teuer sein, um gut anzukommen.
"Dieses Areal ist geradezu prädestiniert für eine solche Veranstaltung", findet auch Stadtbürgermeister Jürgen Dixius. Die Fahrt mit den neuen Doppelsitzen der Sesselbahn sei ein echtes Erlebnis. Das hat er natürlich selbst ausprobiert. Das bestätigen auch Christian und Sabrina Laude aus Trier: "Man hat uns direkt angeboten, den Kinderwagen in einer zweiten Gondel mitzunehmen, ohne dass wir danach gefragt haben." Kein Wunder, denn in die 50 neuen Sitze der Sesselbahn wurden 250 000 Euro investiert. Viel Betrieb war auch auf der Sommerrodelbahn. Groß und Klein freuten sich an den zügigen Fahrten bergab.
Gemütlich tuckerte der Planwagen durch die Weinberge, gezogen von einem historischen Traktor der Oldtimerfreunde Irsch. Gaumenfreuden gab es mit kreativen Pfannkuchen aus dem Panorama-Restaurant.
Bei einbrechender Dunkelheit wurde es noch einmal romantisch: Ein Feuer, das symbolisch den Winter vertreiben sollte, wurde entzündet. Die letzten Sesselbahngäste durften die Fahrt in der Dämmerung genießen, als sich unten die Stadt schon mit Lichtern schmückte.
Gefragt, ob es denn nach der Premiere im nächsten Jahr wieder ein solches Fest geben wird, sagt Veranstalter Christof Kramp: "Auf jeden Fall. Das ist fest zugesagt!"
Extra

Dick eingepackt mit Winterjacken, Mützen und Schals fahren die Besucher mit der Sesselbahn auf den Warsberg hinauf. Bereits am frühen Nachmittag ist fast jede Gondel besetzt. Foto: Herbert Thormeyer

Ferdinand Linden (66) aus Ayl sagt: "Das ist ein interessantes Fest, besonders für die Kinder. Nur wärmer könnte es sein." Hans-Josef Metrich (57) aus Ayl freut sich: "Ich finde die Idee, so Ostern zu feiern, gut, weil es mal ein anderer Ort ist als sonst. Mit dem Oster eiersuchen wird ein uraltes Brauchtum wiederbelebt. Viele Kinder kennen das doch gar nicht mehr." Barbara Petri (49) aus Saarburg erzählt: "Ich bin mit Mann und Hund hier hochspaziert. Dieses gemütliche Fest ist sicherlich ein Gewinn für Saarburg." Christiane Trost (31) aus Saarburg findet: "Das ist für meine Familie und besonders für unseren fünfjährigen Sohn Marcel eine tolle Sache. Es ist ein schöner Tag für Familien, um rauszugehen, ohne dass es regnet oder schneit." doth

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