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Saarburger Gewerbeverband macht Markttage kleiner

Saarburger Gewerbeverband macht Markttage kleiner

Das Gremium will beim Stadtfest im Juli die Fruchtmarktbühne und den Freitag streichen. Auch personell tut sich was.

Saarburg Wichtigstes Thema des Saarburger Gewerbeverbands (SGV) auf der Tagesordnung für seine Mitgliederversammlung am Mittwoch war die Neuwahl des Vorstands. Sie wurde nötig, weil der Vorsitzende Michael Braunshausen aus persönlichen Gründen für das Amt nicht mehr kandidieren wollte. "Ich wäre gerne länger Vorsitzender geblieben, aber es geht nicht mehr", sagte er zu seinem Abschied.
Da satzungsgemäß der neue Vorsitzende aus der Mitte des Vorstands benannt wird, musste im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde gleich die komplette Führungsriege des SGV gewählt werden. Elf Mitglieder haben sich bereiterklärt, in dem Gremium mitzuarbeiten: Thomas Annen, Heiner Behr, Christian Klink, Christof Kramp, Christof Krebs, Stefan Müller, Josef Reinert, Janine Russo, Frank Schenkewitz und Marc Thiel. Alle wurden von den anwesenden 32 Mitgliedern gewählt.
Spannend wurde es, als Petra Seiler-Kautenburger unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes den scheidenden Vorstand zum Planungsstand der Markttage fragte. Michael Braunshausen bestätigte, dass man die Veranstaltung überplant habe. Dies bedeute, dass die Markttage nur noch Samstag und Sonntag stattfänden und es nur noch eine Bühne auf dem Boemundhof gebe. "Der alte Vorstand war der Meinung, dass wir uns als Gewerbeverband auf das Marktgeschehen konzentrieren sollten", erläuterte Braunshausen. Hintergrund für diese Entscheidung, die Dauer der Markttage um einen halben Tag auf zwei zu reduzieren (1. und 2. Juli) und die Bühne auf dem Fruchtmarkt zu streichen, sind die Verluste, die der SGV in der Vergangenheit mit der Veranstaltung gemacht hat. 2016 waren das rund 3500 Euro. Zwar habe sich die Vermögenslage des Vereins auf etwa 16 000 Euro verbessert. Aber in den Vorstandsdiskussionen sei man zum Ergebnis gekommen, dass die Organisation eines Stadtfests nicht Aufgabe des Verbands sei. Christof Kramp, Inhaber der Konzertagentur Station K, springt zumindest für einen Teil des Musikprogramms in die Bresche. Er übernimmt Planung und finanzielle Verantwortung für das Programm auf dem Boemundhof.